FESTLICHES BRAUCHTUM

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1. August - der Nationalfeiertag

Dorffest mit Markständen, Strassentheater, Tanz, Musik und Festwirtschaft, Raketen, Knallkörper und Feuerwerk, vereinzelt 1.-August-Reden: Diese Aktivitäten prägten in den letzten Jahren in Uri die Bundesfeiern. 1891 wurde die Bundesgründung in der Schweiz erstmals mit einem gemeinsamen Glockengeläute gefeiert. Erst seit 1995 ist der schweizerische Bundesfeiertag allerdings gesamtschweizerisch ein Feiertag.
Nebst der Bundesfeier am 1. August wird auch der Dank-, Buss- und Bettag am dritten September-Sonntag in der gesamten Schweiz gefeiert. Die beiden Tage haben zwei Gemeinsamkeiten. Beide sind erst im vergangenen Jahrhundert entstanden, beide aus dem Bedürfnis, die zerstrittene Schweiz durch einen gemeinsamen Feiertag wieder zusammenzukitten. Während heute der 1. August als eigentliches Volksfest begangen wird, ist der Bettag immer noch besinnlicher Natur. Er zählt zu den hohen Feiertagen und an diesem Tag ist die Abhaltung von Wettkämpfen, öffentlichen Umzügen und Schaustellungen aller Art verboten. In der Nacht auf den Montag dürfen zudem keine öffentlichen Tanzveranstaltungen abgehalten werden.

Zürich machte den Anfang
Der Name "Bundesfeier" und der Gedanke eines gesamtschweizerischen Festtages geht auf die "fünfhundertjährige Jubelfeier von Zürichs Aufnahme in den Bund der vier Waldstätte" vom 1. Mai 1851 zurück. Kurz nach dem Sonderbundskrieg konnten sich die drei Urkantone jedoch nicht zu einer Teilnahme entschliessen. Uri schrieb nach Zürich, "dass es die Stimmung, welche diese Festlichkeit voraussetze, nicht mitbringen könne und anderseits das Volk von Uri durch die Teilnahme seiner Regierung unangenehm berührt werden dürfte." Nur Luzern liess sich durch einen Staatsrat vertreten. Zum Ehr- und Freischiessen zwei Tage später erschienen dann aber doch etwa hundert Schützen aus den Urkantonen.
Mit der 6. Säkularfeier des Bundesbriefes begann die Idee einer gemeinsamen Bundesfeier Gestalt anzunehmen. Die 600-Jahr-Feier des Bundesbriefes fand am 1. August 1891 während zwei Tagen in Schwyz und auf dem Rütli statt.
Die Festgemeinde wurde am 1. August morgens um 5 Uhr mit Geschützsalven geweckt. Eine Stunde später ertönte die Tagwacht durch die vereinigten Musikkorps und der Choral des Schweizerpsalms. Es folgte der feierliche Zug der Ehrengäste und Deputationen zum Gottesdienst mit kurzer Festpredigt und stiller Messe. Nach dem Auszug auf den Festplatz begannen die offiziellen Festreden der Vertreter der Bundesbehörden und der Urkantone. Musik- und Gesangsvorträge leiteten um 12 Uhr zum "Gabelfrühstück" in der Festhütte über. Um 13 Uhr wurde das Festspiel aufgeführt, mit anschliessendem Festzug. Um 17 Uhr begann das Festbankett in der Festhütte. Um 19 Uhr läuteten eine Viertelstunde lang alle Kirchenglocken. Um 20.30 erfolgt die Illumination von Schwyz. Von den Bergen leuchteten Höhenfeuer, auf dem Hauptplatze spielten die Musikkorps. Den Abschluss des ersten Festtages bildete bis Mitternacht "die freie Vereinigung in der Festhütte". Höhepunkte des Sonntags waren der Festakt auf dem Rütli sowie die abendliche Schiffs-Rundfahrt auf dem Urnersee.

Die Ruinen erleuchteten
Die Säkularfeier wurde an diesem 1. August nicht nur in Schwyz begangen. In der ganzen Schweiz läuteten um 19 Uhr für eine Viertelstunde lang die Kirchenglocken. Der Urner Regierungsrat erliess die Anordnung, abends 9 Uhr auf verschiedenen Bergspitzen des Kantons Höhenfeuer erscheinen zu lassen. Für den Sonntag wurde ein feierliches Hochamt angeordnet. In der Predigt sollte auf den Festanlass in passender Weise Bezug genommen und am Schlusse das Tedeum gesungen werden. Abends 21 Uhr hatten wiederum die Höhenfeuer zu erscheinen und die Ruinen in Attinghausen und Silenen waren bengalisch zu beleuchten unter Abbrennen einer Anzahl Raketen. Die Veranstaltung und Durchführung weiterer Akte festlichen Charakters wie Kinder-Aufzüge, Festspiel-Aufführungen, patriotische Vorträge, Bankette und dergleichen wurde dem freien Ermessen der Gemeinden anheimgestellt.

Das Gefühl der Einigkeit und Zusammengehörigkeit
Einer Anregung des Gemeinderates der Stadt Bern folgend, lud der Bundesrat 1899 per Kreisschreiben alle Kantone zur regelmässigen Abhaltung der Bundesfeier mit Glockengeläute ein. Der Urner Regierungsrat beehrte sich, dem Eidgenössischen Departement des Innern mitzuteilen, dass man dieser Anregung gerne beipflichten und es begrüssen würde, wenn der 1. August als schweizerischer Gründungstag der Eidgenossenschaft dem Schweizer Volk durch eine gemeinsame Feier im Gedächtnis erhalten würde: "Für die Urschweiz müsste es doppelt angenehm sein, die grosse Tat ihrer Vorfahren alljährlich dankbar gefeiert zu sehen! Eine solche würdige Bundesfeier könnte auch sicherlich das Gefühl der Einigkeit und Zusammengehörigkeit der Eidgenossen nur befestigen."
Am 21. Juli 1899 konnte der Bundesrat den Kantonsregierungen mit Befriedigung zur Kenntnis bringen, dass die Mehrzahl der Kantone der Anregung rückhaltlos zugestimmt habe und dass schliesslich auch von der kleinen Minderheit derjenigen, die anfänglich gegen die Feier Bedenken geäussert haben, eine Zusage für die Mitwirkung eingetroffen sei. Mit einem Rundschreiben ersuchte der Regierungsrat die Pfarrämter, dieses Festgeläute am 1. August und von nun an alljährlich an diesem Tage auf die gleiche Zeit gütigst anordnen zu wollen. Die Glocken wurden an der Bundesfeier in Uri denn auch allesamt geläutet. Der Kirchenrat Erstfeld liess allerdings - scheinbar etwas betüpft - nach Altdorf den Vorbehalt mitteilen, dass "1. in solchen und ähnlichen Fällen das Verfügungsrecht über die Glocken in den Gotteshäusern der Kirchgemeinde nach kirchlicher Präjudiz ungeschmälert zuerkannt bleibt und 2. jeweilen von Jahr zu Jahr der Entscheid für Anordnung oder Unterlassung des Festgeläutes freisteht."
Das allgemeine Festgeläute wurde schliesslich auf Anotdnung des Bunesrates bundesweit. Ab 1910 läuteten am 1. August abends von 20.30 bis 20.45 Uhr alle Pfarr- und Filialkirchen mit sämtlichen Glocken.

Die Bundesfeier wird zur Touristenattraktion Zu den Bundesfeiern gehörten von Anfang an die Höhenfeuer. Diese sind jedoch viel älter als der Bundesfeiertag. Die Feuer auf weithin sichtbaren Anhöhen dienten früher als Signale. Durch seine hilfreiche als auch zerstörerische Zauberkraft hat das Feuer auch früh eine zentrale Stellung im Brauchtum eingenommen.
In der Folge blieb es jedoch nicht bei den Höhenfeuern. Vor allem Orte mit Touristen sorgten alsbald auch im Dorf für eine feierliche Umrahmung des 1. Augusts. Als Beispiel sei das Jahr 1909 herbeigezogen. So wurde in Amsteg, welcher damals "keineswegs der geringste unter den Fremdenorten der Zentralschweiz" war, eine Bundesfeier bewerkstelligt. Am Sonntagabend wurden die Reussbrücke und die hohe Eisenbahnbrücke am Eingang des Maderanertales bengalisch beleuchtet. Hernach wurden auf dem Dorfplatz sowie bei einzelnen Hotels Feuerwerke abgebrannt und Raketen losgelassen. Von mehreren Bergen leuchteten Höhenfeuer und im Garten eines Hotels trug der Gemischte Chor heimatliche Lieder vor. Da die Bundesfeier auf einen Sonntag fiel und deshalb im Hafenort Flüelen erfahrungsgemäss sehr viele Fremde nächtigen würden, plante der Verkehrsverein die Bundesfeier mit einem Seenachtsfest zu begehen. Auf dem Programm standen Signalbomben, Gondelkorso, gesangliche und instrumentale Vorträge, die Illumination der Axenstrasse, ein Feuerwerk und die Beleuchtung der Hotels. Der 1. August wurde zum Volksfest, zur Attraktion der Feriengäste!
Doch am Horizont zogen dunkle Wolken auf. Europa trat in den Ersten Weltkrieg. Am 1. August 1914 wurde angesichts des Kriegsausbruchs die Axenstrasse nicht mehr bengalisch beleuchtet, sondern von abends 20 Uhr bis morgens 7 Uhr für jeden Zivilverkehr gänzlich gesperrt. Der ursprüngliche Sinn der Bundesfeier am 1. August gewann wieder an Bedeutung.

DER NATIONALFEIERTAG IM DETAIL

Höhenfeuer, Hochwacht
Höhenfeuer, sogenannte Hochwachten, kannte man bereits im Altertum, um wichtige Mitteilungen schnell über grosse Distanzen verbreiten zu können. Das Meldesystem war in Zeiten der Gefahr auch früh in der Eidgenossenschaft üblich. Diese Hochwachten dienten einmal dem Mobilisationszweck, als Mittel zum schnellen Aufgebot der wehrfähigen Mannschaft. Vor allem in der Reformation bekam die Hochwacht in der Zentralschweiz auch die Funktion der Grenzwache gegenüber den reformierten Orten. So einigte sich die Vierörtige Konferenz im September 1529 in Brunnen, überall Wachen aufzustellen: in Luzern auf dem «Luoginsland» und «Homber», in Unterwalden auf dem «Bürgenberg» und in Uri auf Seelisberg. Zug traf auch Vorsorge in Richtung Luzern und Schwyz. Uri wurde zudem beauftragt, einen Posten in Richtung Ursern und Wallis aufzustellen.
Die Holzhaufen waren einfach aus drei zusammengestellten Tannen hergerichtet, konnten jedoch auch aus hohen Holzgerüsten mit dürren Stauden und dürren Ästen bestehen. Um die Feuerzeichen auch bei Tag zu sehen, legten die Wächter grüne Tannenzweige ins Feuer, damit sich genügend Rauch bildete, der weit zu sehen war. Die Feuersignale wurden dann von Hochwacht zu Hochwacht weitergegeben. Die Warnung konnte auch akustisch mit Kirchenglocken oder später durch Mörserschüsse verstärkt werden. Meldeläufer zu Fuss, zu Schiff oder zu Pferd orientierten dann die Obrigkeit.
In der Literatur wurde diese einfache und schnelle Meldesystem durch Friedrich Schiller im «Wilhelm Tell» festgehalten: «…» Noch im Mai 1815 in den grossen Koalitionskriegen erteilte der Urner Landrat dem Säckelmeister den Auftrag zur Aufstellung eines Wachtfeuers in Seelisberg und einer ständigen Wache in Flüelen, welche von ihren Beobachtungen der Regierung sofort Bericht zu geben hatte. Die Höhenfeuer wurden in der Zentralschweiz letztmals im Sonderbundskrieg 1847 eingesetzt. Danach wurde dieses Meldesystem durch die sich ständig verbessernde Technik ersetzt, die 1851 mit der elektromagnetischen Telegraphie ihren Anfang nahm.

Mit der Gründung des Bundesstaats 1848 kehrte in der Schweiz der Frieden ein. Seit 1891 wird der Nationalfeiertag am 1. August in der ganzen Schweiz gefeiert. Die Höhenfeuer wurden nun zu einem Schutz- und Unabhängigkeitssymbol der Schweiz, welches vor allem während den beiden Weltkriegen an Bedeutung gewann. Das Entzünden der Höhenfeuer gehört heute in Uri zu einem festen Bestandteil des Brauchtums. Nach eingesetzter Dunkelheit tragen die Höhenfeuer an der Wand des Gitschen (bengalisch; oberhalb von Seedorf) sowie auf der «Burg» und dem Schwarzgrat (oberhalb von Schattdorf) zu den 1.-August-Feierlichkeiten bei. Vereine und Gruppen betreiben die Höhenfeuer aus jahrelanger Tradition. Der schöne Anblick hoch oben in der Urner Bergwelt bildet einen ruhenden, stillen Kontrapunkt zu der festenden und feiernden sowie feuerwerkenden Miteidgenossenschaft in der Reussebene. Heute zählen Höhenfeuer zum Brauchtum des Nationalfeiertages wie Urner und Schweizer Fahnen, Feuerwerk, Auftritte von Folkloregruppen, patriotische Reden und die Feier auf dem Rütli.

Weiterführende Literatur: Weber P.X., Die alten Luzerner Hochwachten, in: Der Geschichtsfreund, Band LXXIII, 1918, S. 19-54.

      
Feuerwerk
Anfang des Jahrhunderts wurden in Amsteg und Flüelen vereinzelt bengalische Feuerwerke veranstaltet. Mit dem Ersten Weltkrieg scheinen diese Attraktionen eingestellt worden zu sein. In den 1970er-Jahren fand in Altdorf sporadisch am Nationalfeiertag ein Feuerwerk statt. 1980 verletzten sich auf dem Fussballplatz 16 Personen. Beim Schlussbouquet flogen die Raketen statt senkrecht in die Höhe waagrecht in den Zuschauerbereich und explodierten. Drei Knaben mussten mit mittelschweren Verletzungen hospitalisiert werden. Der Unfall war auf einen Mangel beim Montieren der Abschussrampen zurückzuführen. Seither wurde auf ein Feuerwerk im Urner Hauptort verzichtet. Seit 1997 (?) findet am Abend des 31. Juli in der Seebucht von Flüelen ein grosses Feuerwerk statt. Die Feuerwerkskörper werden von einem Nauen auf dem See abgeschossen.
      

NATIONALFEIERTÄGLICHE EREIGNISSE

Sonntag, 1. August 1909
Seenachtsfest in Flüelen
In Anbetracht, dass der Nationalfeiertag diese Jahr auf einen Sonntag fällt und voraussichtlich sehr viele Fremde nächtigen werden, gedenkt der Verkehrsverein die Bundesfeier mit einem Seenachtsfest zu begehen. Geplant sind: Signalbombe, Gondelkorso, gesangliche und instrumentale Vorträge, Illumination der Axenstrasse, Feuerwerk und Beleuchtung der Hotels. Die Tram-Direktion setzt nach Ende des Seenachtsfestes Extra-Trams ein.
UW 31, 31.7.1909

Sonntag, 1. August 1909
Bundesfeier in Amsteg
Amsteg sei keineswegs der geringste unter den Fremdenorten der Zentralschweiz. Dies soll die Bundesfeier bewerkstelligen. Am Sonntagabend werden die steinerne Reussbrücke und die hohe Eisenbahnbrücke am Eingang des Maderanertales bengalisch beleuchtet. Hernach werden auf dem Dorfplatz sowie bei einzelnen Hotels sehr hübsche Feuerwerke abgebrannt und Raketen losgelassen. Von mehreren Bergen leuchteten Höhenfeuer. Im Garten eines Hotels trägt der Gemischte Chor von Amsteg hübsche nationale und patriotische Lieder vor.
UW 32, 7.8.1909

Samstag, 1. August 1931
Knallereien am 1.-August in Flüelen
Am 1. August werfen Buben Knallkörper. Eine schwangere Frau erschrickt derart, dass es zu einer Frühgeburt mit ärztlicher Operation kommt. Eine ander Mutter konnte - gemäss Zeitungsbericht - infolge eines solchen Schreckens ihr Kind nicht mehr stillen.
UW 34, 22.8.1931; => gemeinderätliches Verbot im Amtsblatt

Freitag, 1. August 1947
Waldbrand in Erstfeld
Infolge eines Höhenfeuers, das zu Ehren des Ersten Augusts angezündet wurde, kommt es zu einem Waldbrand in der Steingand oberhalb von Erstfeld.
UW 60, 6.8.1947

Freitag, 1. August 1980
Unfall beim Feuerwerk in Altdorf
Beim Abbrennen des Feuerwerks in Altdorf verletzen sich 16 Personen. Beim Schlussbouquet fliegen die Raketen statt senkrecht in die Höhe waagrecht über den Fussballplatz. Mehrere Feuerwerkskörper geraten in den durch Abschrankungen markierten Zuschauerbereich und explodieren. Der Vorfall hat Personen- und Sachschaden zur Folge. 16 Personen müssen ins Kantonsspital Altdorf gebracht werden. 13 Personen können nach ambulanter Behandlung entlassen werden, drei Knaben müssen mit mittelschweren Verletzungen hospitalisiert werden. Der Unfall ist auf einen Mangel beim Montieren der Abschussrampen zurückzuführen.
UW 61, 6.8.1980

Dienstag, 1. August 1995
1. August - gesamtschweizerischer Feiertag
Der 1. August ist erstmals ganzschweizerisch ein Feiertag. In den Urner Gemeinden wird der Nationalfeiertag auf verschiedenste Weise gestaltet. Es gibt auch "Brunch auf dem Bauernhof": Im Kanton Uri sind gegen 800 Leute bei fünf Betrieben zu Gast. Altdorf bietet wiederum ein grossartiges Dorffest mit Markständen, Strassentheater, Tanz, Musik und Festwirtschaft. Gast am 1.-August-Fest ist Spanien. Auf der Bühne ist Flamenco Trumpf.
UW 102, 30.12.1995

Freitag, 1. August 1997
Verregneter 1. August!
Das traditionelle Gewitter blieb am Nationalfeiertag dieses Jahr aus, diesmal war der 1. August ganz verregnet. Auf sieben Bauernbetrieben werden 930 Gäste zum "Brunch auf dem Bauernhof" empfangen. In Altdorf mit seinem traditionellen Dorfmarkt war Italien zu Gast. In Flüelen fand ein Feuerwerk den Gefallen der Bevölkerung.
UW 61/6.8.1997

Samstag, 1. August 1998
1.-August-Feiern
Das Wetter ist besser als die Prognosen voraussagten. Trocken bleibt jedoch auch dieser 1. August micht. Beim Dorffest in Altdorf ist das Luzerner Hinterland Gastregion. An der Bundesfeier auf dem Rütli tauchen Rechtsradikale auf. Sie werden von der Urner Polizei umgehend aufs Polizeiboot verfrachtet. Gegen zwei Männer wird ein Strafverfahren eröffnet, weil sie sich durch "Sieg-Heil"-Rufe und Hitler-Gruss bemerkbar machten.
UW 60, 3.8.1998

Sonntag, 1. August 1999
Die Feiern beginnen bereits am Vorabend
Bereits am Vorabend zum Nationalfeiertag begannen in einzelnen Gemeinden die Feierlichkeiten zum 1. August. Traditionelle Feiern mit Folkloredarbietungen, Spielen und Unterhaltung verschiedenster Art finden ebenso Anklang, wie das Dorffest in Altdorf, das grosse Feuerwerk in Flüelen oder der Brunch auf dem Bauernhof.
UW 60, 4.8.1999

Sonntag, 1. August 1999
Das Gemeinwohl als Grundsatz hochhalten
Es ist ein ehrwürdiges Vorrecht des Landammanns, sich am Nationalfeiertag an die Bevölkerung zu wenden. Peter Mattli blickt in seinen diesjähtigrn Gedamken zum 1. August ins neue Jahrtausend. " Unser Land, unser Kanton braucht Partnerschaft, nicht Polarisierung. Uri braucht Zusammenhalt, nich Zersplitterung. Das neue Jahrtausend, so ist zu erwarten, wird uns noch perfektere Technik, noch mehr Kommunikationsmöglichkeiten, vielleicht auch noch andere Bequemlichkeiten bringen. Es droht aber auch, uns menschliche Verarmung, Vereinsamung und Haltlosigkeit zu bescheren. Der Staat vermag die auftauchenden Probleme sicher nicht alle und nicht allein zu bewältigen, Getragen vom gelebten Gemeinwohl und gestärkt vom Zusammenhalt im Umbruch wird es ihm jedoch gelingen, auch im dritten Jahrtausend einen echten Beitrag zu leisten für den Wohlstand, die Sicherheit und den Frieden der ganzen Bürgerschaft."
UW 59, 31.7.1999

Dienstag, 1. August 2000
Landammann Martin Furrer zum Nationalfeiertag
Landammann Martin Furrer ruft die Urner Bevölkerung auf, gerade in dieser schnelllebigen Zeit am Nationalfeiertag innezuhalten und sich für einmal bewusst zu werden, dass wir in den vergangenen Jahren auch viel erreicht haben. In Zusammenhang mit dem Neat-Linienführungsentscheid fordert er, dass Lösungen in freundeidgenössischer und aufrichtiger Art gefunden werden. Nur mit konstruktivem Mitdenken werde Uri seine Zukunft erfolgreich meistern. Uri müsse zusammenstehen und nach aussen hin einig auftreten.
UW 59, 29.7.2000

Dienstag, 1. August 2000
1.-August-Feiern
Die Schweiz feiert Geburtstag und dies bei herrlichstem Postkartenwetter. Offizielle Festakte, Partys und Feuerwerk waren angesagt. Höhenfeuer erleuchteten die Bergwelt. Über 2'500 Gläubige aus drei schweizerischen und drei italienischen Bistümern nehmen an einer eindrücklichen Heilig-Jahr-Feier auf dem Gotthardpass teil.Auf dem Rütli störten rechtsradikale Skinheads die 1.-August-Rede von Bundesrat Kaspar Villiger auf der Rütliweise. In der Nacht davor haben linke Aktivisten die Schweizerfahne auf dem Rütli eingezogen und die Europaflagge gehisst.
UW 61, 5.8.2000

Mittwoch, 1. August 2001
Nationalfeiertag in Uri
Feuerwerk auf dem See - Brunch auf dem Bauernhof - einheimische und fremde Folklore - Musik und Tanz - Festansprachen und Begegnung von Stadt und Land - im Kanton Uri wird der Nationalfeiertag bei herrlichstem Sommerwetter vielfältig und würdig begangen. Für die Feier auf dem Rütli werden strenge Regeln erlassen. Die Urner Kantonspolizei ist präsent, Zwischenfälle bleiben aus.
UW 60, 4.8.2001

Sonntag, 1. August 2004
Landammann Josef Arnold zum Nationalfeiertag
Landammann Josef Arnold spricht in seinen Gedanken zum Nationalfeiertag dem Mythos Tell an. Die Geschichte des Tells sei eine Geschichte der Auflehnung, die zur Freiheit führt. Aus diesen Ursprüngen sei im Laufe der Zeit ein moderner, demokratischer Rechtsstaat geworden. "Diese Demokratie wollen und dürfen wir nicht 'wegrationalisieren' oder gar 'wegsparen'", so Josef Arnold.
UW 59, 31.7.2004

Sonntag, 1. August 2004
1.-August-Feierlichkeiten
An der 1.-August-Feier in Seelisberg wird viel Folklore geboten. Die Palette reicht von der Trychlergruppe über das Fahnenschwingen bis zum Trachtentanz. Landesstatthalter Markus Stadler wirbt in seiner Festansprache für ein Ja zum neuen Finanzausgleich zwischen Bund und Kantonen. Zudem gibt er seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich die Schweiz den Tatsachen der politischen Veränderungen bewusst stellt. Im Telljahr 2004 hat die Gemeinde Altdorf die deutsche Stadt Weimar zu ihrer 1.-August-Feier als Gastregion eingeladen. Dabei werden mit dem Dialog zwischen Tell und Hedwig ein paar besinnliche und treffende Gedanken an die Einheimischen und Gäste geschickt. Der übliche Markt kann diesmal bei schönsten äusseren Bedingungen abgehalten werden. Zu den vielseitigen 1.-August-Feierlichkeiten gehört auch das Seifenkistenrennen.
UW 60, 4.8.2004

Samstag, 1. August 2009
Gelungener Auftritt von Isenthal an der 1.-August-Feier in Altdorf
Gelungener Auftritt von Isenthal an der 1.-August-Feier in Altdorf Das Isenthaler Wappen ist in Altdorf nicht zu übersehen. Manchmal braucht es keine grossen Worte, um das Wesentliche auszudrücken. Dies beweist die Rede der Isenthaler Gemeindepräsidentin Priska Bissig-Hodel anlässlich der offiziellen 1.-August-Feier in Altdorf: «Stellen Sie sich, liebe Altdorferinnen und Altdorfer, vor, ich hätte über Leitern zu Euch kommen müssen, wie es unsere Vorfahren noch taten.» Die Einladung von Isenthal ans Dorffest in Altdorf bietet für einmal Gelegenheit, naheliegende Schönheiten zu zeigen. Dazu trägt insbesondere die Gemeinde Isenthal mit ihren zahlreichen Darbietungen bei. Angefangen von den rassigen Klängen der Dorfmusik bis zu den Alphornbläsern, dem Betruf oder den Musikkapellen bot der Gemeindeauftritt viel Abwechslung. Neben all den Darbietungen Isenthals bietet der 1. August auch eine willkommene Gelegenheit, Einwohnerinnen und Einwohner der Berggemeinde in Gesprächen kennenzulernen. Mit zum guten Gelingen des Isenthaler Auftritts trägt auch das Wetter bei. Die offizielle 1.-August-Feier wird durch die Nationalhymne, gespielt von der Musikgesellschaft Isenthal, Handorgelmusik, Alphornklänge und den Betruf umrahmt.
UW 60, 5.8.2009

Samstag, 1. August 2009
Traditionsreiches Fest in Seelisberg
Über 70 Mitwirkende aus den Seelisberger Dorfvereinen gestalten am 1. August ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm für die zahlreichen Gäste. Blasmusik, Alphornklänge, Gesang und Trachtentanz ergeben einen bunten Brauchtumsmix aus dem Dorf über dem Rütli. Ehrengast dieses Jahr ist der Nidwaldner Ständerat Paul Niederberger: «Wir feiern am heutigen Bundesfeiertag die Schweiz als selbstständigen Staat, unsere gemeinsame Heimat mit vielen äusseren und inneren Werten». Der Redner führte den Festbesucherinnen und -besuchern die vielen Schönheiten ihres Landes vor Augen. Die Schweizer können sich noch frei bewegen, geniessen einen hohen Lebensstandard und dürfen sich sicher fühlen. Wenn es auch Mängel und Schwachpunkte gebe, so müsse man sich doch immer wieder die vielen positiven Aspekte vor Augen führen. Trotz unterschiedlicher Sprachregionen, Kulturen und verschiedener Konfessionen bilden unsere rund 3000 Gemeinden in der Schweiz einen Bundesstaat, eine Einheit.
UW 60, 5.8.2009

Samstag, 31. Juli 2010
Feuerwerke in Flüelen und Gurtnellen
Höhepunkte der Bundesfeier in Gurtnellen sind der Fackelumzug und das 20-minütige Feuerwerk. Traditionell fand das Feuerwerk auch in Flüelen statt.
UW 60, 4.8.2010

Samstag, 31. Juli 2010
Neue Leuchtkraft für das Rophaienkreuz
Dieses Jahr wurde das Beleuchtungsmaterial ersetzt. Da das mit dem Helikopter herangeflogene Stromaggregat seinen Betrieb versagt, muss ein 40 kg schweres Ersatzgerät von der Stockalp herangeschleppt werden. Am Abend war dann das Rophaienkreuz beleuchtet.
UW 61, 7.8.2010

Sonntag, 1. August 2010
Höhenfeuer auf der Burg
Alljährlich entfachen ehemalige Pfadfinder auf der Burg ob Haldi ein 1.-August-Feuer. Ein Gewitter setzte dem Holzturm und der Sichtbarkeit zu. Als das Reusstal aus den Wolken wieder auftaucht, wird der 2,5 Meter hohe Holzstoss entzündet.
UW 61, 7.8.2010

Sonntag, 1. August 2010
Saignelégier zu Gast an der 1.-August-Feier in Altdorf
Der älteste und der jüngste Kanton der Schweiz begegnet sich am 1. August in Altdorf . Gastort ist in diesem Jahr die jurassische Gemeinde Saignelégier. «Unsere beiden Kantone gehören nicht zu den Kantonen, die die politischen Schwergewichte in der Schweiz darstellen», sagt Barbara Bär in ihrer Ansprache. «Trotzdem gelingt es uns immer wieder, mit unseren einmaligen Landschaften, unserer Kultur, mit wirtschaftlichem, zukunftsorientiertem Denken unserer Regionen auf uns aufmerksam zu machen.» Uri und Jura hätten viel gemeinsam, betont die Altdorfer Gemeindepräsidentin. «Ich glaube, wir dürfen beide auf unsere Regionen und deren Leistungen stolz sein. Wer Ja sagt zu Uri, der sagt auch schon fast Ja zu Jura.» «Den 1. August in Altdorf zu feiern, das ist für uns ein bisschen wie 1. Mai in Moskau oder Ostern in Rom zu feiern», verkündet Gemeindepräsident René Girardin, der seine Ansprache auf Französisch hält und seine Rede von Gemeinderätin Monika Kornmayer übersetzen lässt. «Wir hoffen, die Beziehungen zwischen euch, dem ältesten Schweizer Kanton, und uns, dem jüngsten, zu fördern und zu stärken. Es ist immer von Nutzen, wenn sich verschiedene Generationen zusammentun.» Zum Abschluss der offiziellen Feier wird auf dem Rathausplatz noch die jurassische Hymne «La nouvelle Rauracienne» angestimmt.
UW 60, 4.8.2010

Sonntag, 1. August 2010
1.-Augustfeier in Andermatt
Mit Ländlermusik, Fahnenschwingen und Alphornklängen wird der 1. August in Andermatt gefeiert. Zum eigentlichen Fest locken um 20.00 Uhr das Klingen der Kirchenglocken und die Musik der Feldmusik Andermatt. Radiomoderator Michael Zezzi hält seine Festansprache – übrigens seine allererste. Michael Zezzi vergleicht die Schweiz mit einer schönen alten Dame, die im Allgemeinen gut unterwegs sei. Auch spricht er über das Tourismusprojekt in Andermatt und bezeichnet es als «gspunneni Sach». «Leute mit solchen Ideen finde ich super. Es ist jedoch wichtig, miteinander in die Zukunft zu gehen.»
UW, 60, 4.8.2010

Sonntag, 1. August 2010
1.-Augustfeier in Seelisberg
Zur traditionellen Bundesfeier in Seelisberg sind Gäste aus der ganzen Schweiz angereist. Die 1.-August-Ansprache hält Sabine Dahinden, Redaktorin und Moderatorin bei «Schweiz Aktuell» von SF?1. Sie wünscht, es wäre möglich, alle Gedanken und Ideen, die an diesem Wochenende in den landesweit gehaltenen Reden aufgegriffen werden, zu sammeln und damit einen Leuchtturm zu bauen, den die Leute täglich vor Augen hätten. «Am Turm leuchten die Worte: Freiheit, Demokratie, Toleranz, Menschenfreundlichkeit und weitere positive Gedanken.» Zum Schluss ihrer 1.-August-Rede ruft sie alle auf, bei der nächsten Anfrage um das eigene Befinden positiv zu reagieren mit der Antwort: «Danke, es geht mir gut!» Damit könnte man hierzulande viele Leute erschrecken, weil sie wohl ein ein Jammern erwartet hätten. «Und wenn es Ihnen einmal nicht gut geht, denken Sie doch einfach an die wunderbare Landschaft um den Vierwaldstättersee», ruft Sabine Dahinden den Menschen zu. Die zahlreichen Dorfvereine von Seelisberg bieten den Gästen von nah und fern ein abwechslungsreiches Folkloreprogramm. Blasmusik, Alphornklänge, Fahnenschwingen, Chorgesang und «Huismusig» in bunter Reihenfolge sind zu sehen und zu hören. Eine besondere Begeisterung bei den Zuschauerinnen und Zuschauern finden immer wieder die Vorführungen der Trachtengruppen. Die 1.-August-Feier auf dem Rütli verläuft bei Bilderbuchwetter und in aller Ruhe. 1200 Personen finden sich ein, um die Rede des Mister Schweiz, Jan Bühlmann, zu hören.
UW, 60, 4.8.2010

Montag, 1. August 2011
Festhütte Uri
"Die Grosse und die Kleine feiern gemeinsam" - so lautet das Motto an der diesjährigen 1.-August-Feier in Altdorf. Realp ist zu Gst im Urner Hauptort.Seelisberg feiert den 1. August mit Regierungsrat Josef Arnold. Er spricht über die Werte der direkten Demiokratie. Sie müsse aber immer gepflegt werden und falle nicht einfach vom Himmel. Die Seelisberger Brauchtumsgruppen für einen farbenfrohen Akzent an der Bundesfeier. Trachtentänze, Marschmusik und Männerchorgesang, die Huismuisig sowie Fahnenschwinger und Alpornbläser. Die Festrede auf dem Rütli hält Ständeratspräsident Hansheiri Inderkum. Der 1. August solle ein Anlass zur Freude, Fröhlichkeit und Geselligkeit sein. Aber auch ein Momment der Besinnung gehöre zu einer richtig verstandenen Feier.
UW 60, 3.8.2011

Mittwoch, 1. August 2012
Jubiläum für das Schwarzgrat-Höhenfeuer
Auch in diesem Jahr brennt wieder ein Höhenfeuer auf dem Schwarzgrat – zum 30. Mal. Zum Jubiläum gibt es einen Apéro für die Ehemaligen. Und natürlich ein Feuer. Was 1982 im Kreis von Pfadi und Blauring Erstfeld entstand, ist mittlerweile eine Tradition: das Höhenfeuer auf dem Schwarzgrat. Zwar wurden die ersten beiden Feuer noch auf dem Bälmeten abgebrannt, seither aber sind die Organisatoren am Nationalfeiertag dem Schwarzgrat treu geblieben. Brennen wird es auch in diesem Jahr – egal wie das Wetter ist. Nur einmal wurde das Feuer bereits einen Tag zu früh angezündet, weil der Wetterbericht starke Gewitter vorausgesagt hatte.
UW 59, 31..7.2012

Mittwoch, 1. August 2012
Bundesrat Alain Berset bewundert Uri
"Die Menschen in Uri verkörpern zwei grosse Stärken der Schweiz: Freiheitsliebe und realismus", sagt Bundesrat Alain Berset bei seiner 1.-August-Ansprache in Altdorf. Er hege grosse bewunderung für Uri. Auch nach der offiziellen Bundesfeier zeigt sich Alain Berset offen und volksnah und nimmt sich Zeit für gespräche mit der Bevölkerung. Als Gastgeberin der diesjährigen 1.-August-Feier amtet für einmal nicht eine Gastregion oder eine Gemeinde, sondern die Urner Landwirtschaft unter dem OK von "pUri Landwirtschaft".Die Festansprache in Seelisberg hält Regierungsrat Beat Jörg: "Der Blick in die Welt sollte uns daran erinnern, dass Freiheit nie umsonst zu haben ist. Sie hat ihren Preis, jedoch auch ihre Grenzen." Pünktlich um 22.00 Uhr lodert am 1. August auf dem Schwarzgrat das Höhenfeuer. Hoch oben feiert man das 30-Jahr-Jubiläum.
UW 60, 4.8.2012

Donnerstag, 1. August 2013
Das Rütli wird zum Fussballplatz
Das Rütli wird zum Fussballplatz An der Rütlifeier vom 1. August sind dieses Jahr die Schweizer Fussballer zu Gast. Die Festrede hält Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Einen traditionellen volkstümlichen Rahmen mit Fahnenschwingern, Alphornbläsern und Musikanten gibt es auch an der diesjährigen Bundesfeier auf dem Rütli. Doch für einmal gibt es auch einen inoffiziellen Dresscode. Gefordert sind rot-weisse Leibchen mit Schweizer Kreuz. Der Grund: Der Schweizerische Fussballverband (SFV) ist der offizielle Gast der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG), welche die Bundesfeier organisiert.
UW Nr. 23, 27.3.2013

Donnerstag, 1. August 2013
Realp feiert offiziell den Schweizer Nationalfeiertag
Dieses Jahr führt auch die kleinste Urner Gemeinde eine offizielle 1.-August-Feier durch. Organisiert wird das fest gemeinsam von der Gemeinde und der Dampfbahn Furka-Bergstrecke, die in diesem Jahr ein doppeltes Ereignis feiern kann: 100 Jahre Dampflokomotive HG 3/4 und 20 Jahre Strecke Realp-Furka. Die Festansprache hielt der Realper Gemeindepräsident Armand Simmen. Er führte aus, dass die Einwohnerzahl in der Gemeinde nach vielen Jahren der Abwanderung nun wieder zugenommen habe. Dass die Gemeinde funktioniere, sei deshalb möglich, weil sich die Bevölkerung aktiv am Dorfgeschehen beteilige. Umrahmt wurden die Feierlichkeiten von der Musikgesellschaft Realp.
UW 60, 3.8.2013. S. 8.

Donnerstag, 31. Juli 2014
Gurtnellen und Flüelen feiern schon am 31. Juli
In Gurtnellen führen die Dorfvereine mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde das Dorffest traditionellerweise bereits am 31. Juli durch. Höhepunkt sind der Fackelzug und das imposante Feuerwerk.
UW 61, 6.8.2014, S. 5.

Freitag, 1. August 2014
Bundespräsident und Walliser besuchen den Kanton Uri
Rund 2 Stunden verbringt Bundespräsident Didier Burkhalter am Nationalfeiertag im Kanton Uri. Bei der Tellsplatte trifft er sich mit 50 jugendlichen Auslandschweizerinnen und -schweizern zum Gespräch. Frau Landammann Heidi Z`graggen begrüsst den Bundespräsidenten bei der Schifflände Tellsplatte. Nach rund zwei Stunden verlässt der Bundespräsident die Tellsplatte und begibt sich von Altdorf aus per Helikopter nach Mollis. Am Dorffest vom 1. August in Altdorf sorgt die Gemeinde Visp als Ehrengast für Walliser-Atmosphäre. Der Tambouren- und Pfeiferverein Visp sorgt für die Musik, Gemeindepräsident Niklaus Furger hält die Festrede und der Visper Gemeinderat Marc Wyssen verspricht ein rauschendes Walliserfest bis in die frühen Morgenstunden. Seelisberg führt den traditionellen Folkloreabend mit der Ansprache von Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind durch.
UW 61, 6.8.2014, S. 1.

Samstag, 1. August 2015
Ein stimmiges Fest zum Schweizer Nationalfeiertag
Bis auf den letzten Platz ist am Abend des 1. August die Turnhalle in Seelisberg gefüllt. Gäste aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland feiern zusammen mit der Seelisberger Bevölkerung den 1. August. Trachtentanz, Gesang, Alphorn und Fahnenschwingen, «Huismuisig» und Blasmusik begeisterten die Besucher. Die Seelisberger Dorfvereine erhalten viel Applaus für ihre Darbietungen. Regierungsrat Beat Arnold erinnert in seiner Ansprache an den Rütlirapport von General Guisan als Symbol von Freiheit und Unabhängigkeit. Wie kaum in einem anderen Land könne die Schweizer Bevölkerung dank der direkten Demokratie politisch mitbestimmen. Diese Selbstverantwortung und -bestimmung würde viel zum Wohlbefinden der Bevölkerung beitragen. «Die Schweiz ist ein Erfolgsmodell, zu dem wir Sorge tragen müssen», so Beat Arnold.
UW 60, 5.8.2015, S. 6.

Samstag, 1. August 2015
Die Cabriobahn traf zur Bundesfeier auf Wilhelm Tell
Das Volksfest in Altdorf ieht trotz wechselhaftem Wetter zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Die Gastgemeinde Stans lockt mit ungewöhnlichem Sport. «Ein Tag der Selbstvergewisserung» sei der 1. August, hält der Altdorfer Gemeindepräsident Urs Kälin in seiner Rede fest. «Die Schweiz ist kein von oben verordnetes Staatswesen, sondern sie ist über Jahrhunderte gewachsen.» Es sei nicht selbstverständlich, dass sie alle in der Schweiz bei all den Unterschieden in Sprache und Religion zusammengehörig fühlten. Dem gelte es Sorge zu tragen. «Die Schweiz lebt von der Vielfalt der Meinungen.» Auch Gastredner Conrad Wagner, Landratspräsident von Nidwalden, betont die Werte der Demokratie und Solidarität, welche die Schweiz auszeichnen würden. Es gehe dabei nicht darum, den Heldengestalten der Geschichte wie Winkelried oder Tell zu glorifizieren oder zu demontieren. «Das wirkliche Heldenhafte in dieser modernen Welt ist es, dass wir in einer Phase der Globalisierung und Digitalisierung am 1. August öffentlich, in Sicherheit und mit einer grossen Lust zusammenkommen und in voller Selbstbestimmung für unser Land, für Bewohner und Bürger unser Leben selber und eindeutig bestimmen», so der Nidwaldner. Die Gastgemeinde Stans präsentiert sich auf vielfältige Weise. Vorgestellt wird unter anderem die Sportarten Parkour und Freerunning – freies Ausprobieren inklusive. In Altdorf locken derweil zahlreiche Marktstände, das traditionelle Kinderkarussell, eine «Märlistubä» inklusive Ratequiz sowie weitere Attraktionen. Trotz des wechselhaften Wetters finden Hunderte den Weg in den Urner Hauptort, um den Nationalfeiertag zu begehen. Unterhalten werden sie dabei von zahlreichen Musikformationen.
UW 60, 5.8.2015, S. 7.

Samstag, 1. August 2015
Bundespräsidentin gibt auf dem Rütli den Takt an
Stans als Gastgemeinde an der 1.-August-Feier in Altdorf Das Volksfest in Altdorf zieht trotz wechselhaftem Wetter zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Die Gastgemeinde Stans lockt mit ungewöhnlichem Sport. «Ein Tag der Selbstvergewisserung» sei der 1. August, hält der Altdorfer Gemeindepräsident Urs Kälin in seiner Rede fest. «Die Schweiz ist kein von oben verordnetes Staatswesen, sondern sie ist über Jahrhunderte gewachsen.» Es sei nicht selbstverständlich, dass sie alle in der Schweiz bei all den Unterschieden in Sprache und Religion zusammengehörig fühlten. Dem gelte es Sorge zu tragen. «Die Schweiz lebt von der Vielfalt der Meinungen.» Auch Gastredner Conrad Wagner, Landratspräsident von Nidwalden, betont die Werte der Demokratie und Solidarität, welche die Schweiz auszeichnen würden. Es gehe dabei nicht darum, den Heldengestalten der Geschichte wie Winkelried oder Tell zu glorifizieren oder zu demontieren. «Das wirkliche Heldenhafte in dieser modernen Welt ist es, dass wir in einer Phase der Globalisierung und Digitalisierung am 1. August öffentlich, in Sicherheit und mit einer grossen Lust zusammenkommen und in voller Selbstbestimmung für unser Land, für Bewohner und Bürger unser Leben selber und eindeutig bestimmen», so der Nidwaldner. Die Gastgemeinde Stans präsentiert sich auf vielfältige Weise. Die Gemeinsamkeiten zu Altdorf beschränkten sich dabei nicht nur auf die Uniform der beiden Dorfmusikvereine (bei beiden rote Jacke, schwarze Hose, schwarzes Hemd) oder auf die Nationaldenkmäler Winkelried (Stans) und Tell (Altdorf). Auch der «Wuchämärcht Stans» hat in Altdorf sein Pendant. Zudem pflegen etwa die beiden Handballvereine einen regen Austausch. Auffälligstes Mitbringsel aus Stans ist ein Modell der Cabriobahn aufs Stanserhorn, das vor dem Telldenkmal aufgestellt ist.
UW 60, 5.8.2015, S. 7.

Sonntag, 31. Juli 2016
Gurtnellen und Flüelen schiessen sich mit Feuerwerk ein
Wie schon im Vorjahr schiessen Gurtnellen und Flüelen am 31. Juli die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag mit einem grossen Feuerwerk ein.
UW 61,.3.8.2016, S. 1, 3.

Montag, 1. August 2016
Neue Nationalhymne auf dem Rütli
Auf dem Rütli hält mit der ehemaligen Bundesanwältin Carla Del Ponte erstmals eine Person aus der italienischen Schweiz die Festrede. Ebenfalls Premiere feiert auf der Rütliwiese die neue Nationalhymne. Nennenswerte Zwischenfälle bleiben aus. Die Feier wird vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK), das in diesem Jahr sein 150-Jahr-Jubiläum feiert, mitgestaltet.
UW 61,.3.8.2016, S. 1, 3.

Montag, 1. August 2016
Feuerwehr steht im Mittelpunkt des Altdorfer Dorffestes
In Altdorf steht für einmal die Feuerwehr im Mittelpunkt. Als Festredner amtet Nationalrat Beat Arnold. Für Unterhaltung sorgen auf dem Lehnplatz der Tambourenverein Uri und die Swiss Highland Pipers. Der traditionelle Altdorfer 1.-August-Markt im Dorfkern mit etwa 80 Verkaufsständen bietet ein buntes Sortiment an Spezialitäten, Marktwaren und Produkten an. Die Altdorfer Feuerwehr präsentiert sich auf dem Oberlehn. In einer Sonderschau zeigt sie ihre Lösch- und Rettungsfahrzeuge, ihre Schutzbekleidung und sonstige Ausrüstung und demonstriert drei unterschiedliche Rettungsaktionen.
UW 61,.3.8.2016, S. 1, 3.

Dienstag, 1. August 2017
Die Appenzeller als Vorbild für lebendige Demokratie
Appenzell ist Gastkanton bei den 1.-August-Feierlichkeiten in Altdorf. Nicht Nationalstolz, sondern lebendige Demokratie – das bringe die Schweiz vorwärts, meint Urs Kälin, Gemeindepräsident von Altdorf. Ein Vorbild dabei: die Gäste aus dem Appenzell. Die Festansprache hält Altständerat Hans Altherr. Er erzählt aus der Geschichte des Appenzells, macht sich Gedanken zum Wort «Freiheit» und fasst am Ende zusammen: «Wir sind alle gefordert, alle Schweizerinnen und Schweizer. Wir müssen Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden, das Wichtige sehr ernst nehmen und nicht auf einfache Rezepte hereinfallen. Wir müssen mit dem Verstand entscheiden und wohl oder übel auch denen vertrauen, die wir gewählt haben. Und zu guter Letzt müssen wir immer wieder aufeinander zugehen, das Gespräch, die Auseinandersetzung mit Themen suchen, konstruktiv und zukunftsorientiert».
UW 62, 5.8.2017, S. 15

Dienstag, 1. August 2017
Rütlifeier mit weltmeisterlichem Armbrustschuss
1300 Personen feien bei grosser Hitze auf dem Rütli den 1. August. Sie kamen dabei in den Genuss von Festansprachen (Altbundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Präsidentin Pro Senectute Schweiz) und zum Teil aufgepeppten folkloristischen Darbietungen. Armbrust-Weltmeister Joel Brüschweiler zielt auf eine Kirsche und trifft sie im ersten Schuss.
UW 62, 5.8.2017, S. 3.

 

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 29.7.2016