FASNÄCHTLICHES URI

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Geschichte der Guggenmusik in Uri


  
Nebst der Trommel und dem Piccolo traten an der Basler Fasnacht im 19. Jahrhundert auch kakofonisch spielende Musikgruppen in Erscheinung, welche als «Tschättermusik», «Charivari» oder Katzenmusik bezeichnet wurden. Neben diesen Bezeichnungen trat im Jahre 1906 in Basel der Begriff Guggenmusik bei gleichzeitiger Veränderung des Klangkörpers auf. Der Ausdruck schien damals sofort verstanden worden zu sein. Eine «Gugge» bedeutet im «Basel-Ditsch» eine Papiertüte. Diese hatte früher meistens eine konische Form und erinnerte an ein Blashorn. Zwar nicht eindeutig bewiesen, doch einigermassen plausibel scheint die Erklärung, dass der Name von daher komme, da man – vor allem als Kind – in die «Gugge» geblasen hat. Zwischen die seriös spielenden Blechmusikkorps und die lärmenden Katzenmusiken traten nun Gruppen mit Musikinstrumenten, welche die Musikstücke «grotesk» spielten, «mit schmetterndem Getöse» nahten, «bäumig schränzten» und «vorüberrasselten». Das Entstehen der Guggenmusiken wird auch als parodistische Antwort auf vereinzelte Versuche des späten 19. Jahrhunderts gesehen, die dortige Fasnacht durch stramme Militärmusik zu bereichern. Die Guggenmusiken sorgten für eine Veränderung des fasnächtlichen Musikgeschmacks. Die nach Noten spielenden und nicht besonders originell kostümierten Blechmusikkorps wurden zum Fremdkörper im Bild des fasnächtlichen Geschehens. Die Folge war, dass man sich von der Fasnacht distanzierte und den Guggenmusiken das Feld überliess.

In Uri sollte der Einzug der Guggenmusiken noch etwas andauern. Anfang der 1960er-Jahre waren in der Strassenfasnacht erste Klänge zu vernehmen, welche sich von dem monotonen Rhythmus der Katzenmusik abhoben. Bahnbrechend hierfür waren die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler in den beiden Dörfern Erstfeld und Flüelen. Am Güdelmontag 1961 trat am Umzug in Erstfeld erstmals eine auswärtige Guggenmusik auf. 1962 wird in Flüelen eine solche auf einem Flugblatt angekündigt. Vier Jahre später schlug man im Hafenstädtchen dann mächtig auf die Pauke und schickte sich an, in der Kakofonie ein wichtiges erstes Kapitel zu schreiben, indem man Anfang August zum ersten Nationalen Guggenmusiktreffen einlud. Die Fidelitas trat jedoch nicht nur als Organisator dieser beiden Guggenmusiktreffen auf, sondern stellte selber eine Guggenmusik.

1967 belebte aus Kreisen der Jugendmusik Erstfeld eine ad hoc zusammengestellte Guggenmusik von sechs bis zehn Personen. Die Motivation zu diesem Tun war die gleiche wie bei späteren Guggenmusikgründungen. Beim gemütlichen Zusammensitzen nach der Katzenmusik fanden sich immer wieder kleine Gruppen zusammen, die mit moderner Musik die Stimmung zu heben verstanden. Eingefleischte Musikanten wollten sich mit der immer wiederkehrenden Melodie und dem eintönigen Rhythmus der Katzenmusik nicht zufrieden geben.

1973 wurde dann in Erstfeld von ein paar fasnächtlichen Idealisten offiziell die «Kröntä Guggä» aus der Taufe gehoben. Die Begeisterungswelle für die Guggenmusik schlug weiter das Reusstal hinauf. 1977 wurden die «Smürfer» gegründet und machten Gurtnellen zu einer weiteren Hochburg der Guggenmusik. Zwei Jahre später nahmen am Schattdorfer Fasnachtsumzug die drei Urner Guggenmusiken («Kröntä Guggä», «Üterlos» und «Smürfer») teil. Die Guggenmusiken begannen sich in Uri ihren Stammplatz zu erobern. Doch, wo sich Neues verbreitet, melden sich Skeptiker, welche glauben, die neue Entwicklung laufe auf ihre Kosten, in diesem Fall auf Kosten der Katzenmusik.

Die Guggenmusiken erfreuten sich vor allem bei der Jugend grosser Beliebtheit, und die Guggen nahmen in den 1980er-Jahren rasant zu. 1991 bestanden in den 20 Urner Gemeinden 17 Guggenmusiken. Nachdem 1995 die Höchstzahl von 21 Guggen erreicht war, nahm die Zahl in der Folge wiederum ab (2004: 18, 2010: 12). An der Fasnacht 2011 nahm noch ein Dutzend Urner Guggenmusik-Formationen statt. Den Guggenmusiken fehlt teilweise der Nachwuchs. Viele Junge sind nicht mehr bereit, sich in einem Verein zu engagieren.

Nebenden grossen Guggenmusiken bestehen noch einzelne Formationen, welche ihre Auftritte auf die jährliche und lokale Einmaligkeit reduziert haben. Im Gegensatz zur Katzenmusik, bei welcher – von altersmässigen Beschränkungen und dem seinerzeitigen Ausschluss der Frauen abgesehen – jede und jeder am Konzert mitmachen und beliebig ein- und aussteigen darf, kennen die Guggenmusiken in der Regel einen auf die Mitglieder beschränkten Teilnehmerkreis.

Literatur: Gisler-Jauch Rolf, Fasnächtliches Uri, S. 133 ff.; Foto: Dorfplatz Wassen, 1998, Guggenmusik Fraggles (Christof Hirtler, Altdorf).

GUGGENMUSIK-EREIGNISSE IM DETAIL

Samstag, 3. Februar 1996
GuggUri zugunsten der Behinderten
Kakophonische Klänge im Urner Hauptort: An der Veranstaltung GuggUri treten in Altdorf fast alle Urner Guggenmusiken auf. Die Veranstaltung zugunsten der Behinderten in Uri bringt insgesamt 10'601 Franken ein.
UW 102, 31.12.1996
        
Freitag, 9. Januar 1998
11-Jahr-Jubiläum der Guggenmusik "Bäusyräller"
Mit einem grossen Fest im Steinzeitlook feiert die Guggenmusik "Bäusyräller" ihr 11-Jahr-Jubiläum.
UW 6, 24.1.1998
        
Samstag, 2. Januar 1999
"Fusiball" der "Smürfer"/"Spätzynder" in Göschenen
Anlässlich des "Fusiballs" in der Turnhalle Göschenen treten die beiden Guggenmusiken Smürfer, Gurtnellen, und Spätzynder, Göschenen, erstmals nach ihrem Zusammenschluss gemeinsam als eine Musikformation (58 Musikantinnen und Musikanten) auf.
UW 2, 9.1.1999
        
Samstag, 19. Februar 2000
GuggUri 2000
Die Urner Guggen treffen sich zum zweiten Mal nach 1996 zu einem Stelldichein. GuggUri vermag das Publikum in Scharen anzulocken.
UW 15, 23.2.2000
        
Donnerstag, 10. Januar 2002
4x4-Jubiläum der Guggenmusik Bäusyräller
In Amsteg eröffnen die Bäusyräller am Bäusyfäschtst mit dem Motto "4x4 Jahre" die Fasnacht 2003.
UW 5, 18.1.2003
        
Sonntag, 3. März 2002
"Guggersunntig" Flüelen
Farbenfrohe Darbietungen aus der Country-, Western- und Truckerszene machen den traditionellen "Guggersunntig" erneut zur gelungenen Show. Kaum hatten die Mitglieder der "Gruontalfääger" die Aufräumarbeiten nach ihrem 10-Jahr-Jubiläums hinter sich gebracht, standen sie erneut auf der Bühne auf dem Sternenplatz.
UW 10, 6.2.2002
        
Samstag, 15. Februar 2003
GuggUri
Die Urner Guggen terffen sich ... und Altdorf bebt! Zum dritten Mal findet im Urner Hauport GuggUri statt.
UW 14, 19.2.2003
        
Sonntag, 15. Februar 2004
«Pop-Omis» zu Flüelens Superstars gekürt
Praktisch weltweit boomen derzeit Fernsehshows, in denen nach Super-, Music- oder sonstigen Stars gesucht wird. Diesem Trend kann sich auch die Guggenmusik Gruontalfääger nicht entziehen. Am traditionellen Guggersonntag auf dem Sternenplatz lautet das Motto «Flüelen sucht den Superstar». Das Rennen machen schliesslich drei betagte Damen, die «Pop-Omis».
UW 13, 18.2.2004
        
Samstag, 11. Februar 2006
Gugg-Uri 2006 in Altdorf
Gugg-Uri, das grosse Guggenfest in Altdorf, ist wiederum in jeder Beziehung ein voller Erfolg. Herrliches Wetter, ein gewaltiger Publikumsaufmarsch und eine tolle Stimmung prägen dieses seltene, weil nur alle drei Jahre stattfindende Stelldichein der Urner Guggenmusiken. Der Grossanlass erlebt seine 4. Auflage. Der Dorfkern gehört ganz den Urner Guggen. Punkt 13.13 Uhr gibt OK-Chef Stefan Gisler beim Telldenkmal den Startschuss zum Monsterkonzert, welches seinem Namen allerdings nicht ganz gerecht zu werden vermag, zumindest akustisch. Die versammelten Guggen brauchten offenbar etwas Anlauf, um richtig in die Gänge zu kommen. Dafür geht bei den anschliessenden Platzkonzerten, die sich bis in den Abend hinziehen, so richtig die Post ab. Auf Bühnen beim Telldenkmal, vor dem Zeughaus auf dem Unterlehn und im grossen Festzelt auf dem Winkelplatz wurde geschränzt, was die Instrumente hergaben. Sämtliche 17 Urner Guggen spielen am gleichen Ort und Tag.
UW 12, 15.2.2006
        
Samstag, 7. Februar 2009
Schräg, bunt und mit viel Freude - Gugg-Uri begeisterte
Es ist Samstag, 13.13 Uhr - ein grosser Knall ertönt. Dann lassen sie los, die rund 550 Gugger. Die fünfte Auflage des Gugg-Uri hat begonnen. Es regnet immer wieder in Strömen, doch davon lassen sich weder Publikum noch die 16 Urner Guggenmusiken beirren. Nach dem gemeinsamen Monsterkonzert folgen die Einzelauftritte der einzelnen Guggen. Je einmal auf dem Unterlehn, vor dem Telldenkmal und im Festzelt auf dem Winkelparkplatz treten sie vor Publikum und demonstrieren, was für sie die Faszination Guggenmusik ausmacht: schräger Sound, viel Spielfreude und voller Einsatz. Der Regen trägt zur guten Stimmung bei, denn eine Vielzahl improvisierter Regenmäntel und -hüte bereichern das bunte Bild, das die einzelnen Guggen den Zuschauerinnen und Zuschauern bieten. OK-Präsident Stefan Gisler zeigte sich am Montag mit dem Verlauf des Festes vollauf zufrieden: «Das gesamte Fest verlief reibungslos. Die Stimmung war während des ganzen Tages ausgezeichnet.» Auch der Auf- und Abbau seien ohne grosse Probleme über die Bühne gegangen. «Ein grosses Kompliment an alle Helferinnen und Helfer sowie an meine Kolleginnen und Kollegen im OK.» Mit dem Reingewinn aus dem Gugg-Uri werden auch dieses Mal gemeinnützige Institutionen in Uri unterstützt. Von der fünften Auflage des Guggenmusiktreffens profitieren so auch die Stiftung Phönix, Insieme Uri und die Bläserklassen Uri.
UW 11, 11.2.2009
        
Samstag, 16. Januar 2010
Schattdorfer "Nachtschwärmer" feiern in Erstfeld
Die Schattdorfer "Nachtschwärmer" feiern ihr 25-Jahr-Jubiläum im Transilvania in Erstfeld. Ein Gesuch zuhanden der Gemeinde war aufgrund von Reklamationen anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums abgelehnt worden. Weitere Möglichkeiten wurden gar nicht mehr geprüft.
UW 4, 16.1.2010, S. 9
        
Samstag, 19. Februar 2011
Rund 400 Guggenmusikerinnen und -musiker feierten das 6. Gugg-Uri – erstmals mit einer «Gugg-Urinvasion» statt einem Monsterkonzert
Punkt 13.13 Uhr ist es so weit: Das 6. Urner Guggentreffen, das Gugg-Uri, wird mit einem Sternmarsch eröffnet. Aus fünf verschiedenen Richtungen strömen die rund 400 Guggenmusikerinnen und -musiker auf den Altdorfer Rathausplatz zur «Gugg-Urinvasion»: ein lautes und faszinierendes Durcheinander. Die «Gugg-Urinvasion» wird in diesem Jahr erstmals anstelle des Monsterkonzertes durchgeführt. Elf Guggenmusiken aus dem Kanton Uri nehmen am Gugg-Uri teil – so wenige wie noch nie. Noch Mitte der 1990er-Jahre hatten 20 Guggen in Uri gespielt.
Während mehr als 3 Stunden zeigen die Guggen dann auf Bühnen auf dem Unterlehn, vor dem Telldenkmal und in einem Festzelt im «Winkel» ihr Können. Das prächtige Wetter und die warmen Temperaturen ziehen viel Publikum an. Dieses hat sichtlich viel Freude an den farbenprächtigen Kleidern, den aufwendig geschminkten Musikerinnen und Musiker sowie an den schrägen Tönen. Die Guggenmusiken lassen sich auch Spezielles einfallen: So verzichten beispielsweise die «Düä-Bäbä» aus Bristen auf ihr eigentliches Outfit und präsentieren sich in Altdorf als bayrische Biertrinker und im Dirndl. Der Höhepunkt des 6. Gugg-Uri ist der Umzug aller Guggenmusiken am Samstagabend. Anschliessend an den Umzug feiern die Guggerinnen und Gugger bis in die frühen Morgenstunden. Der Reinerlös des Festes geht an karitative Zwecke.

UW 16, 26.2.2011
        
Dienstag, 1. März 2011
"Drum4Record" - ein fasnächtlicher Rekord
Die Rhythmusgruppe und ein Sousafonst der Guggenmusik "Chyybääderli" zeigen kakophonische Ausdauer: Die sechs Fasnächtler legen zu Fuss und spielend fast 20 Kilometer zwischen Schwyz und Altdorf zurück.
UW 17, 2.3.2011
        
Sonntag, 11. November 2012
Zwei weitere Urner Guggen verstummen
Viele Urnerinnen und Urner sind schon jetzt wieder im Fasnachtsfieber. Doch das Guggensterben geht auch dieses Jahr weiter. Urner Guggen kämpfen mit schwindenden Mitgliederzahlen. Am 11. November, 11.11 Uhr, ist Fasnachtsbeginn. An diesem Wochenende findet in Gurtnellen das erste Guggenfest statt. Bereits seit einiger Zeit ist bei den Guggerinnen und Guggern wieder Proben angesagt. Nicht so bei zwei Urner Guggenmusiken: Die Notä-Fääger / Urschner Tyyfel Andermatt/Hospental organisieren noch ein Abschiedsfest, dann löst sich der Verein auf. Auch die «Balanggäbäägger» Seedorf nehmen nicht mehr musikalisch an der Fasnacht teil. Der Fääger-Bäägger-Ball ist Geschichte. Damit geht das Guggensterben in Uri weiter. Doch eine kleine Gruppe in Flüelen hält dagegen: Kürzlich wurde der Verein Rophaienschränzer gegründet.
UW 88, 10.11.2012
        
Samstag, 16. Februar 2013
Fidelitas verabschiedet legendäre Musikformation
Die Fidelitas Flüelen verabschiedet eine legendäre Musikformation. Die Fidelitas Ehrenmitglieder-Hüüsmüsig nimmt Abschied von der Bühne. Die legendäre Formation unter Kapellmeister Peter Zagnoli präsentiert noch einmal das ganze Repertoire mit Herzblut und setzt mit Auftritten im Urner Altersheim und im Restaurant Linde den endgültigen Schlusspunkt.
UW 13, 20.2.2013, S. 21.
        
Samstag, 27. April 2013
16 Austritte bei der Guggenmusik «Smürfer/Spätzinder»
Im Kanton Uri hat es immer weniger Guggenmusiken. Und immer mehr Vereine haben Probleme mit ihren Mitgliederzahlen. Ein Problem, das jetzt auch die Guggenmusik Smürfer/Spätzinder aus Gurtnellen erreicht hat: An der Generalversammlung sind 16 Mitglieder aus dem Verein ausgetreten. Dass es einmal eine der grössten Guggenmusiken im Kanton Uri so hart treffen könnte, hätten viele nicht geglaubt. Zudem wird der Dirigent abgewählt. Die Guggenmusik zählt noch 38 Aktivmitglieder.
UW 34, 4.5.2013
        
Samstag, 15. Februar 2014
Guggenmusiken verwandeln Altdorf in eine grosse Bühne
Punkt 13.13 Uhr gibt es in Altdorf einen lauten Knall. Ab diesem Zeitpunkt ist der Dorfkern von Altdorf wiederum in fester Hand von zehn Urner Guggenmusiken. 330 Guggerinnen und Gugger marschieren von allen Seiten zum Telldenkmal. Während mehr als drei Stunden heizen die Guggenmusiken auf dem Lehnplatz, vor dem Telldenkmal und im Festzelt im "Winkel" so richtig ein. Als weiterer Höhepunkt folgt am Abend der Nachtumzug und nahtlos zum grossen Fest im Altdorfer "Winkel" übergeht.
UW 14, 19.2.2014, S. 17.
        
Freitag, 28. Februar 2014
Mit Rhythmus von Luzern nach Altdorf
«Drum for Record» nennt sich das schräge Projekt der Rhythmusgruppe der «Chyybääderli». Nachdem man in den vergangenen Jahren – spielend – schon von Wassen, Isenthal, Unterschächen oder gar Schwyz nach Altdorf gelaufen ist, folgt nun die bisher längte Etappe. Die Schlagzeuger und ein Sousafonist machen sich von Luzern zu Fuss nach Altdorf auf.
UW 9, 1.2.2014, S. 16.
        
Samstag, 24. Mai 2014
Gugg-Uri - Höchster Reingewinn komplett verschenkt
Das OK des Gugg-Uri lüftet sein Geheimnis. Anlässlich des Helferessens wird nämlich bekannt gegeben, wie viel Gewinn die siebte Ausgabe des Gugg-Uri einbrachte. Für die Vertreter der drei sozialen Institutionen, die vom Reingewinn profitieren, eine riesige Überraschung: Denn die Bläserklassen Uri, die Winterhilfe Uri und Pro Audito Uri dürfen je einen Check in Höhe von 8282 Franken entgegennehmen.
UW 41, 28.5.2014, S. 4.
        
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Festival Gugg-Uri zieht von Altdorf weg
Nach sieben Durchführungen in Altdorf sucht das Guggenfestival Gugg-Uri für den bevorstehenden Event 2017 kurzfristig einen neuen Veranstaltungsort. Die Gemeinde hat die Veranstaltungsbewilligung nicht erteilt. Grund für das Aus in Altdorf ist ein neues Benutzungsreglement für lärmintensive Veranstaltungen in der Gemeinde. Dieses erlaubt künftig nur noch Open-Air-Veranstaltungen bis Mitternacht. Der Flüeler Gemeinderat gibt derweil dem OK von Gugg-Uri grünes Licht: Der Kultanlass zügelt 2017 nach Flüelen. Innert einer Woche ist das Gesuch bearbeitet und für gut geheissen worden.
UW 85, 26.10.2016, S .3; UW 86, 29.10.2016, S .3; .
        
Samstag, 4. Februar 2017
Gugg-Uri erstmals in Flüelen
Der Standortwechsel hatte im Vorfeld für Gesprächs- und Diskussionsstoff gesorgt: Das Gugg-Uri zieht aus Altdorf weg. Vor allem, dass dort nach 24.00 Uhr niemand mehr ausserhalb geschlossener Räumlichkeiten hätte feiern sollen – das sorgte für einen Aufschrei. Neues Ziel war Flüelen. Am Freitag und Samstag, 3. und 4. Februar, findet der Grossanlass mit elf Urner Guggenmusiken nun in Flüelen statt. Die Guggenmusiken treffen sich zu einem Sternmarsch und spielen zudem auf drei Plätzen in Flüelen. Und an zwei Abenden gab es Party in Barwagen und Zelt. Das OK zieht eine positive Bilanz. «Wir sind sehr zufrieden», sagt OK-Präsident Koni Scheuber.
UW 11, 8.2.2017, S. 1.
        

 

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 05.01.2018