GESUNDHEIT

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Gesundheit

Noch im Spätmittelalter waren Spitalpflege und Beherbergung armer Durchreisender Aufgaben kirchlicher Institutionen. Im unteren Urner Reusstal wurden diese von dem am linken Ufer, in Seenähe und am Landweg Stans-Uri gelegenen Lazariterhaus in Seedorf ausgeübt. Nachdem sich für den Gotthardverkehr ausschliesslich die rechtsufrige Strasse, die vom Hafenort Flüelen über den Hauptflecken Altdorf führte, durchgesetzt hatte, musste der Hauptort vermehrt solche Aufgaben wahrnehmen. Zunächst scheinen begüterte Bewohner armen Pilgern eine Unterkunft geboten zu haben.

Um 1490 errichtete dann die Gemeinde einen Spital, der verschiedenen Bedürfnissen zu genügen hatte: neben der Beherbergung armer Durchreisender auch Speisung einheimischer Armer und Pflege von Kranken. Es ist die erste grosse Aufgabe, mit welcher die Dorfgemeinde selbstständig hervortritt.
Für den Betrieb waren der Spitalmeister und die Spitalfrau zuständig, denen ein für Einkauf und Rechnungswesen zuständiger Vogt vorstand. Dieser hatte seinerseits dem obersten Gremium, den „Sieben Mannen zum Spital“ Rechenschaft abzulegen. In der Beherbergung bevorzugt wurden, vorab im 16. Jahrhundert die St. Jakobsbrüder, denen eine eigene Bruderstube zur Verfügung stand. Da die Gebäude oft nicht voll ausgelastet waren, wurden sie teils auch an Private vermietet. Der Spital, in welchem auch chirurgische Eingriffe, Amputationen, durchgeführt wurden, hatte zudem noch Nebenhäuser sowie ein Beulenhaus für Pestkranke. Irrsinnige wurden zeitweise im kleinen Haus auf dem Friedhof untergebracht. Der Spital erhielt Messpenden und Spenden für ein brennendes Licht. Die grösste Stiftung in seiner Geschichte erhielt der Spital 1584 von Josue zum Brunnen.
Im späten 18. Jahrhundert verfügte nicht nur der Spitalmeister, sondern auch der Bettelvogt über eine geräumige Wohnung im Spital. Während der Helvetik war die Spitalverwaltung aufgelöst.
1806 überliess der Spital das obere Haus der Armenpflege um Zins für Unterbringung der Armen Altdorfs. Diese Aufgabe entfiel 1850 mit dem Bau des Armenhauses. 1853 Übernahme der Spitalverwaltung durch die Gemeinde Altdorf.
Mit der Eröffnung des Kantonsspitals 1872 gab der Fremdenspital die Spitalfunktion ab. 1878 wurde er mit dem Armengut vereinigt und seither von der Armenpflege verwaltet. Diese wurde 1913 der Bürgergemeinde und 1984 der Einwohnergemeinde zugewiesen. Um 1921 Einstellung der Muosspende.

Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 72 ff.

Ereignisse im Detail


Massensterben
In diesem Jahr gibt es ein gewaltiges Sterben in allen Ländern, welches vielen tausend Menschen den Tod bringt.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 10.

Samstag, 30. September 1347
Die Pest kommt nach Messina
In der sizilianischen Stadt Messina bringen drei Handelsschiffe, die aus dem Orient kommen, mit der Handelsware auch den Schwarzen Tod nach Europa. Einwohner sterben. Einige fliehen und bringen die Seuche nach Catania, nach Pisa und nach Florenz. Von hier verbreitet sich die Seuche über ganz Europa.
Gisler Karl, Der Schwarze Tod in Uri, in: HNBl UR 1963/64, S.75.

Mittwoch, 4. Oktober 1437
Kämmerlein für arme Durchreisende
Hensli Berger stellt in seinem Haus ein Hinterkämmerlein mit Bett für arme Durchreisende zur Verfügung. Er ordnet in seinem Vermächtnis an, dass jedweder Besitzer dieses Hauses diese Aufgabe fortführen müsse.
Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 72.


Pestjahr in Uri
Zu Ostern fängt die Pest an zu wüten. Sie nimmt zu mit der Hitze der Jahreszeit und ergreift die Städte und Länder in der Eidgenossenschaft. Besonders wird auch Uri von der Pest und der Hungersnot betroffen. An vielen Orten reichen die Totengräber nicht hin, um die Leichen zu bestatten, die vielerorts in grossen Massengräbern beigesetzt werden müssen.
Schaller-Donauer Alfred , Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000-1800. «Gotthard-Post» 1935.

Sonntag, 23. April 1493
Spital darf Verstorbene vererben
Da der Spital in Altdorf nur über wenig eigene finanzielle Mittel verfügt, gewährt ihm die Landsgemeinde das Recht, die im Spital Verstorbenen, Fremden und Einheimischen, zu beerben.
Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 73.


Grippe fordert viele Opfer
Eine Grippe-Epidemie fordert in Uri und Schwyz viele Opfer.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 30.


Im Kloster Seedorf überlebt nur eine Klosterfrau die Pest¨
Die Pest wütet im Kloster Seedorf so fürchterlich, dass der ganze Konvent ausstirbt bis auf die Schwester Appolonia Scheitler, die im gleichen Jahre zur Äbtissin des Klosters gewählt worden ist.
Schmid Franz Vinzenz, Allgemeine Geschichte des Freystaats Ury, Band I, S. 42; Gisler Karl, Der Schwarze Tod in Uri, in: HNBl UR 1963/64, S.76.


Gründung der Bruderschaft St. Anton zum Regenbogen
Der Pestzug fordert viele Opfer im Lande. Bei der grossen Menge der Leichen reichen die gewöhnlichen Mittel nicht mehr aus, sie zu begraben. Aus diesem Anlass entsteht die Bruderschaft St. Anton zum Regenbogen in Altdorf, die sich als christliches Liebeswerk die Pflicht macht, die Toten zu begraben.
Gisler Karl, Der Schwarze Tod in Uri, in: HNBl UR 1963/64, S. 77.


Englischer Schweiss wütet in ganz Europa
Der englische Schweiss (Schweisskrankheit) bricht aus und die Krankheit überzieht fast ganz Europa.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 34.


Grippe in der Innerschweiz
Die Grippe kommt wieder bis in die Innerschweiz und es werden Leute hinweggerafft.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 36.


Die Pest wütet im Schächental
Ganz Europa wird von der Pest heimgesucht. In Uri wird besonders das Schächental vom Beulentod heimgesucht. Der grösste Teil der Bevölkerung fällt ihr zum Opfer, darunter auch Michael Schärtli, der Pfarrherr zu Bürglen und nach der Tradition als letzter Philipp Antoni, der Seelsorger zu Spiringen.
Gisler Karl, Der Schwarze Tod in Uri, in: HNBl UR 1963/64, S. 77.


Im Kloster St. Lazarus sterben drei Schwestern an der Pest
Im Frauenkloster St. Lazarus in Seedorf sterben drei Schwestern an der Pest. Das Gedächtnis für sie wird im Kloster Engelberg abgehalten.
Gisler Karl, Der Schwarze Tod in Uri, in: HNBl UR 1963/64, S. 77.

Sonntag, 13. Januar 1585
Uri soll Massnahmen gegen die Pest vorschlagen
An der Tagsatzung in Zug wird Uri beauftragt, hinsichtlich der Kommissäre für die Pestilenz mit dem Ambassador Pompejus della Croce eine Verordnung zu entwerfen, welche in den nächsten Tag vorgelegt werden soll.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Band 1, S. 3.

Donnerstag, 26. Mai 1616
Kontrolle des Passverkehrs über den Gotthard wegen Seuchengefahr
Da in einigen Orten der Eidgenossenschaft Seuchen herrschen und deshalb der Pass über den Gotthard und anderswo „abgestrickt" werden möchte, werden von der Dreiörtigen Konferenz in Brunnen die angemessenen Massregeln getroffen. Niemand darf mehr durchreisen, der nicht durch glaubwürdigen Attest dartun kann, dass keine Gefahr vorhanden sei.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 1, S.25.

Montag, 1. November 1627
Luzern warnt Uri vor der Pest
Im November warnt Luzern vor der Pest, die n den Niederlanden, aber auch in Willisau und Sursee sei. Man bittet, strengste Massnahmen zu ergreifen, um nicht der Schliessung des Gotthardpasses zu verfallen.
Gisler Karl, Der Schwarze Tod in Uri, in: HNBl UR 1963/64, S. 78.

Sonntag, 26. Dezember 1627
Uri droht Gotthardpass wegen Pest zu schliessen
Altdorf bittet um grösste Vorsicht bei der Passierung des Gotthards von Personen und Waren, ansonsten der Gotthardpass gesperrt werde.
Gisler Karl, Der Schwarze Tod in Uri, in: HNBl UR 1963/64, S. 78.


Gerüchte wegen Ausbruch der Pest
Als sich in Mailand sich das Gerücht verbreitet, in Bern und Zürich grassiere die Pest, verlangt Uri, dem von keiner dieser Städte eine Pestmeldung eingegangen ist, von Luzern hierüber Auskunft.
Gisler Karl, Der Schwarze Tod in Uri, in: HNBl UR 1963/64, S. 78.

Samstag, 8. September 1629
Die Pest wütet in Uri
In Altdorf und Flüelen sterben an der Pest 1800 Menschen. Kein Geschlecht oder Alter bleibt verschont, reich und arm werden hinweggerafft. Vom Landrat bleiben nur noch der Landammann Sebastian Heinrich Tresch und sechs Ratsherren am Leben, die ihre Versammlungen der Ansteckung wegen auf offener Strasse abhalten. Auch Schattdorf und Isenthal werden vom Beulentod heimgesucht. Nach einer Pestsage soll lsenthal damals bis auf sieben Personen ausgestorben sein. Das dortige Jahrzeitbuch nennt 22 Personen, die bei ihrem Ableben die Kirche beschenkten. Von Altdorf aus dringt die Pest auch ins Frauenkloster Attinghausen ein, wo zwei Schwestern an der Pest sterben. Die Infektion erfolgte wahrscheinlich durch einen Müller von Altdorf, der Mehl ins Kloster brachte.
Gisler Karl, Der Schwarze Tod in Uri, in: HNBl UR 1963/64, S. 78 f.

Sonntag, 9. Mai 1655
Wirtshausverbot für Balthasar Christen
Rat und Landleute - im Rathaus in Altdorf versammelt - beschliessen, dass es dem Balthasar Christen verboten ist, Wein bei Strafe zu trinken.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Band 1, S. 22.


Nach dem Abzug der Soldaten kommt das Faulfieber
Nach dem Abzug der fremden Kriegsheere bricht in Hospenthal eine ansteckende Krankheit aus, die in kurzer Zeit über 90 Einwohner dahinrafft. Diesem so genannten Faulfieber erliegen während der Helvetik (bis 1803) in Wassen 34, in Meien 11, in Göschenen 14 und in der Göschenenalp 10 Menschen.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 113.

Mittwoch, 20. November 1799
Tote liegen neben Gesunden
Die Epidemie kann in Ursern nur mit Mühe eingedämmt werden, da die dazu nötigen kräftigen Nahrungsmittel und die primitivsten hygienischen Vorrichtungen in den ausgeplünderten und mit Soldaten vollgestopften Häusern fehlen. Unterstatthalter Meyer berichtet aus Realp, dass Tote, Kranke, Gesunde und Soldaten in der gleichen Wohnstube sind, da sei eine Genesung unmöglich und die Krankheit gefährlicher als anderswo.
Arnold, Helvetik, S. 196.

Samstag, 25. Januar 1800
Epidemie fordert in Ursern 200 Tote
Seit August greift im Urserntal und in einigen Urner Gemeinden eine gefährliche Epidemie um sich. Sie befällt den durch Nahrungsmangel entkräfteten ärmsten, Teil der Bevölkerung, während die Wohlhabenderen davon verschont bleiben. Auch die Besatzungstruppen werden von der Krankheit ergriffen.
In Andermatt trifft Doktor Schoch ein, der von der Regierung nach Ursern geschickt wird. Unter seinem Vorgänger, Doktor Suter, starben 16 Männer, 34 Frauen und 40 bis 43 Kinder. Bis zum August wird Doktor Schoch ungefähr 260 Epidemiekranke behandeln, davon werden 13 Personen männlichen und 15 Personen weiblichen Geschlechts sterben.

Arnold, Helvetik, S. 196.

Donnerstag, 6. März 1800
Epidemie fordert auch im Reusstal Todesopfer
In den ersten Monaten des Jahres 1800 greift die Krankheit auch im Urner Reusstal um sich, besonders in den Gemeinden Schattdorf, Erstfeld, Altdorf und Bürglen. In Schattdorf fordert sie im Januar und Februar 23 Menschenleben.
Arnold, Helvetik, S. 197.

Dienstag, 1. April 1800
Geschlechtskrankheiten breiten sich aus
Mit den fremden Truppen und ihren Ausschweifungen werden auch die Geschlechtskrankheiten, die vorher in der Innerschweiz fast unbekannt waren, eingeschleppt. Regierungskommissar Zschokke meldet, dass sie im Kanton Waldstätten mit jedem Monat mehr um sich greifen, und er schlägt deshalb vor, eine medizinische Polizei einzuführen.
Arnold, Helvetik, S. 197.

Dienstag, 3. Juli 1877
Familienvater in Schattdorf an Starrkrampf gestorben
In Schattdorf fügt sich ein Familienvater beim Binden von Staudengarben eine Verletzung an der Hand zu. Die harmlose Verletzung lässt die Hand jedoch schnell anschwellen. Der beigezogene Arzt diagnostiziert Starrkrampf. Innert wenigen Tagen ist der Mann gestorben. Es in Schattdorf innerhalb von zwei Jahren bereits der dritte Fall, wo eine Fingerverletzung zum Starrkrampf und zum Tod führt.
UW 14.7.1877


Zwei Kinder sterben an Pocken
In Erstfeld werden bei einem Kind die „Schwarzen Blattern“ (Pocken) festgestellt. Die unter dem gleichen Hausdach wohnenden Familien dürfen das Haus nicht mehr verlassen, noch andere dasselbe betreten. Eine beständige Wache wird vor dem Haus aufgestellt, die die Aufgabe hat, den Insassen die erforderlichen Lebensmittel durch die Fenster des Parterres zukommen zu lassen. Der Krankheit fallen zwei Kinder zum Opfer. Die Vorsichtsmassnahmen werden erst „nach Konstatirung des gänzlichen Verschwindens der Krankheit“ wieder aufgehoben.
RSchB UR 1885, S. 37.

Mittwoch, 31. Dezember 1919
Bilanz der Grippe 1918 / 1919
Die Grippe sucht vom Juni 1918 bis Juni 1919 auch den Kanton Uri heim. Die Krankheit, welche anfänglich noch scherzhaft als "Spanische Grippe" bezeichnet wird, tritt in Uri als Epidemie zuerst beim Personal der Munitionsfabrik und bei den in Altdorf stationierten Landsturmtruppen auf. Die Krankheit findet jedoch ihren Weg in die entlegendsten Berg- und Alphütten. Den höchsten Stand erreicht die Grippe im Oktober 1918. Die ganz unvollständige Mitteilungen der Ärzte betrug die Zahl der ärztlich behandelten Fälle im August 125, im September 326, im Oktober 1192, im November 774 und im Dezember 161 Fälle. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit bei entsprechendem Verhalten ohne schwere Komplikationen. Lungenentzündungen treten jedoch vor allem dort auf, wo die Patienten schon nach wenigen Tagen wieder der Arbeit nachgehen wollen. Eine eigentümliche Erscheinung ist, dass die Krankheit hauptsächlich jüngere Leute im Alter von 20 bis 40 Jahren ergreift und es vielfach junge, kräftige Männer sind, die der Krankheit zum Opfer fallen. Die Zahl der Todesfälle ist schwer festzustellen. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ist sie aber eine bedauerlich grosse. Nach den Erhebungen bei den Zivilstandsämtern beziffert sich die Zahl der Grippesterbefälle im Kanton auf 220. Bei Erkrankungen von Familienangehörigen fand die Pflege fast ausschliesslich zu Hause und in der Grosszahl der Fälle ohne Beizug eines Arztes statt. Bei erkrankten, alleinstehenden Personen erfolgte bei ernsteren Fällen die Evakuierung ins Kantonsspital. In mehreren Gemeinden machte sich starker Mangel an Pflegepersonal und Absonderungsräumlichkeiten geltend.
RschB 1918/1919, S. 120 f.

Donnerstag, 1. Dezember 1921
Pocken im Kanton Glarus
Da die Pocken im Nachbarkanton Glarus im Dezember in bedrohlicher Weise um sich greift, verschafft die Sanitätsdirektion den Bewohnern des Urnerbodens Gelegenheit, sich impfen zu lassen. Ein Arzt von Linthal begibt sich hiezu nach dem Urnerboden. An die Auslagen leistet der Bund einen Beitrag von 50 Prozent.
RSchB 1920/21, S. 79.

Donnerstag, 24. Dezember 1931
Wieder Grippewelle
Ist eine neue Grippewelle im Anzug. In Spiringen gibt es innert acht Tagen drei Leichen. Man denkt an den Grippesommer 1918, wo die unheimliche Krankheit allein in Spiringen 27 Todesopfer forderte.
UW 52, 24.12.1931

Samstag, 1. Januar 2011
Krankenkassenprämien steigen im Jahr 2011 um 8,2 Prozent - im Vergleich mit andern Kantonen liegt Uri auf Platz 5
Die Reserven sind im Kanton Uri ungenügend. Die Krankenkassenprämien steigen daher überproportional. Im Vergleich mit andern Kantonen liegt Uri auf Platz 5. Auch im Jahr 2011 steigen die Krankenkassenprämien in der ganzen Schweiz wieder an. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) liegt die monatliche Prämie für Erwachsene für das Jahr 2011 in Uri bei rund 308 Franken. Die Prämienerhöhung beträgt gegenüber dem Vorjahr 8,2 Prozent. Dabei gilt aber zu beachten, dass es sich bei diesen Zahlen um Durchschnittswerte handelt, die von Kasse zu Kasse stark variieren. – Der prozentuale Anstieg im Kanton Uri ist damit leicht höher als der schweizerische Durchschnitt (6,5 Prozent). Doch nach wie vor zählt Uri zu den Kantonen mit den tiefsten Prämien. Das heisst: Obwohl andere Kantone geringere prozentuale Erhöhungen aufweisen, müssen die Urnerinnen und Urner 2011 weniger für ihre Krankenkassenprämien ausgeben als in anderen Kantonen. Die höchsten Prämien bezahlen weiterhin die Versicherten in den Kantonen Basel-Stadt und Genf: Sie müssen bei gleichen Leistungen rund 57 Prozent höhere Prämien zahlen als die Urnerinnen und Urner. Die Prämien werden jeweils auf Kantonsebene durch die prognostizierten Kosten und die Reservesituation der einzelnen Krankenkassen bestimmt. Der überproportionale Prämienanstieg im Kanton Uri für das Jahr 2011 sei wie bereits in den vergangenen zwei Jahren darauf zurückzuführen, dass die Uri-spezifischen Reserven der Krankenkassen die erforderlichen Sollwerte unterschritten hätten.
UW 77, 2.10.2010

Sonntag, 1. Januar 2012
Krankenkassen - Keine schwarze Liste für den Kanton Uri
Verschiedene Kantone (LU, TG) führen schwarze Listen von Personen, die über längere Zeit ihre Krankenkassenprämie nicht bezahlen. Diese werden mit einer Leistungssperre bestraft. Säumige Prämienzahler sind auch im Kanton Uri ein Thema. Wer hier seine Prämie absichtlich nicht bezahlt, wird von der Krankenkasse betrieben, und erhält unter Umständen schlussendlich einen Leistungsaufschub. Eine schwarze Liste für den Kanton Uri wäre nicht zweckmässig. Zum Einen sei der Anteil an Personen, welche die Krankenkassenprämie absichtlich nicht zahlen, verschwindend klein. Zum Anderen setzt der Kanton Uri auf ein anderes Instrument: Das neue Krankenversicherungsgesetz (KVG), welches in einer abgeänderten Form in Kraft tritt. Mit dem neuen KVG müssen die Krankenkassen gegen säumige Prämienzahlerinnen und –zahler nach wie vor eine Betreibung einleiten und bis zum Ende durchziehen. Künftig muss der Kanton dann jedoch 85 Prozent der uneinbringlichen Forderungen, beispielsweise in Form von Verlustscheinen, tragen. Dadurch entfällt das Hauptrisiko, welches heute noch die Leistungserbringer wie Ärzte, Spitäler oder Therapeuten tragen müssen.
UW 9, 2.2.2011

Dienstag, 31. Juli 2012
Erste Doula im Kanton Uri
Alte, vor allem handwerkliche Berufe verschwinden, neue Berufe kommen.
UW 59, 31.7.2012

Sonntag, 23. September 2012
Klares Nein zur Passivrauch-Initiative
Uri sagt Nein zur Passivrauch-Initiative und zur Volksinitiative «Sicheres Wohnen im Alter». Ein Ja gibt es zur Jugendförderung. Uri sagt deutlich Nein zur Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen». Mit fast 7500 Nein- zu 2100 Ja-Stimmen schicken die Urnerinnen und Urner die Initiative bachab. Knapper fiel das Resultat bei der Volksinitiative «Sicheres Wohnen im Alter» aus. Hier sagten die Urnerinnen und Urner am Sonntag Nein, und zwar mit 4800 zu 4500 Stimmen. Ein Ja gab es von der Urner Stimmbevölkerung zum Bundesbeschluss über die Jugendmusikförderung. Mit 5300 Ja-Stimmen und rund 4000 Nein-Stimmen heisst der Kanton Uri die Vorlage gut.
UW 75, 26.9.2012

Sonntag, 30. September 2012
Samariterverein Altdorf ist 100-jährig
Der Samariterverein Altdorf feiert seinen runden Geburtstag mit einem Gottesdienst und einem guten Essen. Eine Jubiläumsschrift und ein Film erinnern an die 100jährige Geschichte des Vereins.
UW 77, 3.10.2012

Mittwoch, 12. Dezember 2012
Kantonsspital Uri kostet weniger als erwartet
Der Landrat entscheidet für den Globalkredit 2013 für das Kantonsspital Uri. Der Kredit beläuft sich auf 5,9 Millionen Franken. Das sind rund 0,5 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Nicht im Globalkredit enthalten, weil eine unmittelbar gebundene Ausgabe, ist der Kantonsbeitrag für die stationäre Akutversorgung, der in Form von Pauschalen abgegolten wird. Dieser Beitrag beläuft sich auf 14,5 Millionen Franken – und liegt damit um 0,5 Millionen Franken tiefer als 2012. Der im Vergleich zum Budget 2012 tiefere Globalkredit für das Jahr 2013 hat zwei Gründe: Zum einen ist man bei der Budgetierung vor einem Jahr von zu pessimistischen Annahmen ausgegangen; zum anderen hat das Kantonsspital kostenbewusst gearbeitet. So wird für das Jahr 2012 ein Ertragsüberschuss von 1 Million Franken erwartet.


Dienstag, 1. Oktober 2013
Nur noch Busse für Kiffer
Eine Änderung des Betäubunsmittelsgesetzes tritt in Kraft: Erwachsene Kiffer, die nicht mehr als zehn Gramm Cannabis auf sich tragen, müssen nur noch eine Ordnungsbusse von 100 Franken bezahlen. Es gibt weder eine Verzeigung noch ein Strafverfahren. Diese neue Regel gilt nicht für Jugendliche, die mit einem Joint erwischt werden. Sie werden weiterhin in einem ordentlichen Jugendstrafverfahren beurteilt, also für das gleiche Vergehen härter angefasst als Erwachsene.
www.beobachter.ch

Mittwoch, 16. Oktober 2013
Patientenstopp bei den Urner Hausärzten
Der Hausärztemangel macht sich im Kanton Uri immer deutlicher bemerkbar. Die Zahl der praktizierenden Ärzte nimmt immer mehr ab. Zahlreiche Mediziner erreichen bald das Pensionsalter. Noch hat es im Urner Unterland 18 Arztpraxen für 29 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Wer aber seinen Hausarzt wechseln will oder muss, der wird bereits jetzt erst nach langer Suche fündig. Denn: Die bestehenden Arztpraxen nehmen kaum noch neue Patientinnen und Patienten auf. Ob sich die Lage in der nahen Zukunft entspannen wird, ist völlig unklar. Mit dem Projekt «Gesundheitsnetzwerk» will der Kanton nun Lösungen für das Problem finden.
UW 81, 16.10.2013, S. 3.

Donnerstag, 5. Dezember 2013
Leiterin der Spitex Uri freigestellt
Der Leiterin der Spitex Uri Martina Bühler wird gekündigt. Die Vorstellungen der Geschäftsleitung der Spitex Uri und des Vorstandes des Trägervereins bezüglich Betriebs- und Personalführung in diesem sich enorm verändernden gesundheitspolitischen Umfeld seien zu stark auseinandergegangen. Auch bei der Neuausrichtung der Spitex nach dem Bezug des Neubaus in Schattdorf Ende Juni seien die Geschäftsleiterin und der Vereinsvorstand unterschiedlicher Meinung. Es gelte nun, möglichst bald eine Nachfolge für die Geschäftsleitung zu finden.
UW 1, 4.1.2014, S. 1.

Montag, 7. April 2014
Gesundheitskonferenz zum Thema E-Health
Die 11. Urner Gesundheitskonferenz im Altdorfer "Winkel" hat E-Health zum Thema. Unter diesem Begriff werden alle elektronischen Gesundheitsdienste zusammengefasst. Ziel ist es, die verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen zum Thema E-Health zu sensibilisieren. Drei kompetente Referate bilden den Schwerpunkt der Versammlung. Am Schlus der Versammlung darf Gesundheitsdirektorin Barbara Bär der AG Spur (Arbeitsgruppe für Sozialpsychiatrie) den diesjährigen Gesundheitspreis überreichen.
UW 27, 9.4.2014, S. 3.

Dienstag, 15. April 2014
Kantonsspital mit 1 Million Franken Überschuss
Zwar fiel der Aufwand des Kantonsspitals (KSU) mit 61,8 Millionen Franken rund 1,4 Millionen Franken höher aus als budgetiert. Diese konnten aber durch Mehreinnahmen im ambulanten Bereich sowie stationären Bereich und übrigen Erträgen von rund 2,5 Millionen Franken wieder wettgemacht werden. Der um rund 1 Million Franken gekürzte Kantonsbeitrag sowie Ertragskürzungen durch Tarifumstellungen und die Förderung der Hausarztmedizin durch den Bund sorgt für einen verhaltenen Ausblick bei den Verantwortlichen des KSU.
UW 29, 16.4.2014, S. 3.

Donnerstag, 15. Mai 2014
Kanton nimmt Gesundheitsaufsicht im Kantonsspital wahr
Das Kantonsspital Uri reagiert mit einer Klarstellung auf die negativen Ergebnisse des Internetvergleichsdienstes von comparis.ch zur Vor-Ort-Kontrollen in Spitälern. Aufgrund guter Messergebnisse gebe es beim Kantonsspital Uri keinen Anlass zu Kontrollen vor Ort. Das Kantonsspital Uri beteiligt sich an den Messungen des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken. Bereits bis anhin habe der Kanton Uri – als einer von wenigen Kantonen – die Kantonsauswertung der Messresultate überprüft und mit anderen Spitälern verglichen. Dabei schneide das Kantonsspital Uri sehr gut ab.
UW 38, 17.5.2014, S. 6.

Sonntag, 18. Mai 2014
Vorlage zur Hausarztmedizin wird angenommen
Alle 20 Urner Gemeinden stimmen dem neuen Verfassungartikel über die medizinische Grundversorgung zu. Damit soll die Abgeltung der Leistung der Haus- und Kinderärzte verbessert sowie die medizinische Grundversorgung im Allgemeinen gestärkt werden. 86,3 Prozent stimmen der Vorlage insgesamt zu. Am klarsten ist das Ja in Realp (Jastimmen-Anteil von 90,7 Prozent), Altdorf (89,5 Prozent) und Andermatt (89,4 Prozent). Am wenigsten Rückhalt hatte die Vorlage in Gurtnellen (Jastimmen-Anteil von 76,3 Prozent). Die Initiative wird auch in der Schweiz deutlich angenommen.
UW 39, 21.5.2014, S. 2.

Mittwoch, 21. Mai 2014
Kantonsspital Uri - Landrat sagt Ja zum Planungskredit
In seiner Session genehmigt der Urner Landrat den Verpflichtungskredit in Höhe von 3 Millionen Franken für die Planung des Um- und Neubaus des Kantonsspitals Uri einstimmig (57 Stimmen bei keiner Enthaltung). Die aus der Planung resultierende Baukreditvorlage soll sodann im Frühjahr 2017 dem Landrat und im Herbst 2017 dem Volk unterbreitet werden.
UW 40, 24.5.2014, S. 4.

Mittwoch, 25. Juni 2014
Jahresbericht - Mehr Operationen im Kantonsspital
Der Anteil der ambulanten Konsultationen im Kantonsspital Uri nimmt laufend zu. In der chirurgischen Abteilung des Kantonsspitals Uri wurden im vergangenen Jahr 10 Prozent mehr Operationen durchgeführt als 2012. Zurückgeführt wird diese Steigerung in erster Linie auf die Entwicklung der Neurochirurgie. Auch bei den stationären Behandlungen bestätigt sich der Trend zu kürzeren Aufenthalten: Blieben Patientinnen und Patienten 2007 im Durchschnitt 8,1 Tage im Spital, betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 2013 noch 5,9 Tage. Im vergangenen Jahr sind im Kantonsspital 303 Kinder auf die Welt gekommen, 34 weniger als im Jahr zuvor. Dabei werden immer weniger Kinder per Kaiserschnitt entbunden, dies dank einer neu eingeführten Überwachungsmethode.
UW 48, 21.6.2014, S. 7.

Donnerstag, 1. Januar 2015
Mehr Wahlfreiheit für Urner Spitalpatienten
Die neue Spitalliste des Kantons Uri tritt in Kraft. Mit insgesamt 17 Spitälern hat der Kanton eine Leistungsvereinbarung unterzeichnet. Die Spitalliste umfasst die für die Spitalversorgung der Urner Bevölkerung notwendigen Kliniken der Bereiche Akutsomatik, Rehabilitation und Psychiatrie. Urner Patientinnen und Patienten können für eine stationäre Behandlung aus dieser Liste ein Spital auswählen.
Die stationären Kosten der obligatorischen Krankenpflege-Grundversicherung (OKP) übernehmen der Kanton zu 51 und die Krankenkassen zu 49 Prozent anteilsmässig. Der Kostenanteil des Kantons steigt aufgrund der bundesgesetzlichen Vorgabe auf 53 Prozent im Jahr 2016 und auf 55 Prozent ab dem Jahr 2017.
Wenn die stationäre Behandlung aus persönlichen Gründen in einem Spital erfolgt, das nicht auf der Spitalliste des Kantons Uri aufgeführt ist, so vergüten der Kanton und die Krankenkassen maximal die Kosten, die beim entsprechenden Urner Listenspital angefallen wären mit einem sogenannten Referenztarif. Eine allfällige Differenz muss in einem solchen Fall von den Patientinnen und Patienten beziehungsweise deren Zusatzversicherungen getragen werden.

UW 98, 13.12.2014, S. 5.

Donnerstag, 1. Januar 2015
Ära der Transporthelfer geht zu Ende
Der Rettungsdienst Uri (RD Uri) führt den vollständigen Schichtbetrieb ein. Die Ambulanzfahrzeuge sind während 24 Stunden mit zwei diplomierten Rettungssanitätern besetzt.
UW 96, 06.12.2014, S. 6.

Donnerstag, 1. Januar 2015
Krankenkassenprämien steigen
Die Krankenkassenprämien steigen durchschnittlich um 4 Prozent – es gibt allerdings grosse regionale Unterschiede. Zahlreiche Leistungen werden neu von der Grundversicherung bezahlt, etwa die Fernüberwachung von Herzpatienten oder die Teilrekonstruktion nach einer Brustkrebs-Erkrankung. Zusätzlich werden 800 Millionen Franken umverteilt, weil die Versicherten in einigen Kantonen zwischen 1996 und 2013 zu viel, in anderen zu wenig Prämien bezahlt haben. Wie hoch die Rückerstattung pro Kanton ausfällt, wird erst im Februar bekannt.
www.srf.ch

Dienstag, 20. Januar 2015
14,88 Millionen Franken für Prämienverbilligungen der Krankenkassen
Im Kanton Uri stehen 14,88 Millionen Franken für die individuelle Prämienverbilligung (IPV) zur Verfügung. Damit hat sich der Betrag für die IPV im Vergleich zum Vorjahr um fast 500`000 Franken erhöht. Der Grund: Wegen der steigenden Kosten der Krankenversicherung hat der Bund seinen Beitrag um rund eine halbe Million Franken erhöht. Er übernimmt denn auch mit 10,38 Millionen Franken den Hauptteil der IPV. Der Kanton steuert 4,5 Millionen Franken bei, in etwa gleich viel wie im Vorjahr.
Im Rahmen der Budgetdebatte war ein Antrag der SP, den Kantonsbeitrag um 1 Million Franken zu erhöhen, gescheitert. Noch vor einem Jahr hatte der Landrat den Beitrag des Kantons an die IPV um genau diesen Betrag gesenkt. Dies im Rahmen des Sparpakets. Da die Kosten für die Krankenversicherung angestiegen sind, hat der Regierungsrat auch die Richtprämien von Erwachsenen und jungen Erwachsenen angehoben. Die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion erwartet, dass mit diesen Massnahmen dieses Jahr zirka 30 Prozent der Urner Bevölkerung berechtigt sind, einen Beitrag an die Prämien der Krankenpflege-Grundversicherung zu erhalten.

UW 5, 21.1.2015, S. 4.

Samstag, 21. März 2015
Kanton muss nachzahlen
Bei einem Ertrag von 56,576 und einem Aufwand von 62,756 Millionen Franken generierte der Betrieb des Kantonsspitals Uri im vergangenen Jahr einen Aufwandüberschuss von 6,18 Millionen Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 4,885 Millionen Franken. Einen Globalkredit in gleicher Höhe hatte der Landrat im Dezember 2013 bewilligt. Nach Abzug dieses Globalkredits und nach Berücksichtigung von Fondsentnahmen und ausserordentlichem Ertrag bleibt dem Kantonsspital Uri für das Jahr 2014 ein Verlust von 1,275 Millionen Franken. Die Hälfte davon – 637`500 Franken – wird laut Gesetz vom Kanton getragen, da die Kreditübertretung auf Einflüsse zurückzuführen ist, die das Kantonsspital Uri nicht beeinflussen konnte.
UW 21, 21.3.2015, S. 9.

Samstag, 25. April 2015
Urner Betriebe versagen bei Tabak-Testkäufen
Jugendliche unter 16 Jahren dürfen im Kanton Uri keine Tabakprodukte kaufen. Diese Regelung gilt seit 2009. Urner Betriebe haben beim Thema Tabakprävention jedoch Nachholbedarf. Das zeigen Testkäufe von Jugendlichen. Nur neun von 20 Betrieben halten sich ans Gesetz. Alle Verkaufsstellen werden nach dem Testkauf mündlich über das Ergebnis informiert. Zusätzlich wird den den Betrieben, welche die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten haben von der Gesundheitsförderung schriftlich gedankt.
UW 34, 6.5.2015, S. 3.

Montag, 27. April 2015
Urner Gesundheitskonferenz - Kanton will Hausarztmedizin massiv fördern
Nirgends in der Schweiz gibt es so wenige Hausärzte wie im Kanton Uri. Und in den nächsten zehn Jahren werden 50 Prozent aller Urner Hausärzte das Pensionsalter erreicht haben. Die Zukunft der medizinischen Grundversorgung in Uri sieht somit düster aus. Der Kanton will deshalb die Hausarztmedizin im Kanton Uri fördern – auch mit umfassenden finanziellen Mitteln. Um dies tun zu können, braucht es ein entsprechendes Gesetz, das sich derzeit in der Vernehmlassung befindet. Die Urner Gesundheitskonferenz widmet sich genau diesem Thema. Dabei erläuterten vier Ärzte, wie sie die aktuelle Situation im Kanton Uri einschätzen. Toni Moser, Arzt in einer Bürgler Gemeinschaftspraxis, spricht aus der Sicht eines seit 25 Jahren in Uri tätigen Hausarztes. Die junge Urner Ärztin Cécile Bachmann führt aus, warum und unter welchen Voraussetzungen sie künftig als Hausärztin tätig sein möchte. Schliesslich stellten die beiden Ärzte Reto Kummer und Gregor Waser ihr Projekt vor, in Altdorf eine Grossgruppenpraxis zu eröffnen. Diese kann im Endausbau 13`500 Urnerinnen und Urner grundmedizinisch versorgen. Die Initianten starten ihr Projekt jedoch nur, wenn sie von der öffentlichen Hand eine Anschubfinanzierung von 1 Million Franken erhalten. Mit dem Gesetz zur Förderung der medizinischen Grundversorgung würden die gesetzlichen Grundlagen hierfür geschaffen.
UW 32, 29.4.2015, S. 3.

Dienstag, 28. April 2015
Norovirus: «Rosenberg» wird schrittweise wieder geöffnet
Zwei Wochen nachdem festgestellt worden ist, dass im Alters- und Pflegeheim Rosenberg in Altdorf der Norovirus ausgebrochen ist, kann das Heim wieder schrittweise geöffnet werden. Insgesamt waren knapp über ein Drittel aller Bewohnerinnen und Bewohner erkrankt. Von den rund 170 Mitarbeitenden waren ebenfalls 16 Personen betroffen.
UW 33, 2.5.2015, S. 12.

Freitag, 15. Mai 2015
Kantonsspital Uri: Weniger Patienten stationär behandelt
Weniger Pflegetage, weniger Patienten, weniger Geburten: Das Betriebsjahr 2014 im Kantonsspital Uri war – rein statistisch gesehen – tendenziell ein ruhigeres. Ein Trend hat vor einiger Zeit eingesetzt: Die ambulanten Behandlungen nehmen deutlich zu. Ansonsten sind die statistischen Angaben zum Jahr 2014 eher rückläufig. Stationär wurden total 3711 Eintritte verzeichnet (Vorjahr: 3872). In der Chirurgie gab es einen Rückgang bei den operativen Eingriffen. Insgesamt führte das Kantonsspital 4100 chirurgische Eingriffe durch (Vorjahr: 4338). Es wurden auch weniger Geburten verzeichnet, jedoch im Rahmen der mehrjährigen Schwankungen. Insgesamt gab es 282 Geburten (Vorjahr: 303). Davon waren und 88 Kaiserschnitte (Vorjahr: 70). Es wurden 137 Knaben geboren (Vorjahr: 162) und 147 Mädchen (141).
UW 37, 16.5.2015, S. 2.

Dienstag, 26. Mai 2015
Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri - Urner Architekten kritisieren das Vergabeverfahren
Für die Planung des Um- und Neubaus des Kantonsspitals Uri dürfen sechs Generalplanerteams ein Wettbewerbsprojekt ausarbeiten. Drei Urner Architekturbüros haben sich ebenfalls für den Auftrag beworben, sie haben jedoch die Hürde der Präqualifikation nicht genommen. Das sei auch nicht verwunderlich, sagen die Urner Architekten. Aufgrund des zweistufigen Verfahrens und der festgelegten Kriterien sei nur ein sehr exklusiver Kreis für den Wettbewerb überhaupt infrage gekommen. Bei einem offenen Vergabeverfahren hingegen hätten auch lokale Büros eine Chance gehabt. Dadurch, dass der Kanton bei der Vergabe den vermeintlich einfachsten Weg wählte, habe er die einheimischen Büros vor den Kopf gestossen. Die Urner Architekten wollen das Verfahren nicht anfechten. Sie verlangen bei künftigen Vergaben vom Kanton jedoch mehr Sensibilität.
UW 40, 27.5.2015, S. 5.

Dienstag, 30. Juni 2015
Chefarzt Gynäkologie verlässt Kantonsspital Uri
Helge Binder verlässt das KSU, weil er und die Spitalführung betreffend das Führungsverständnis eine unterschiedliche Auffassung vertreten. Helge Binder hat die Klinik Gynäkologie und Geburtshilfe während seiner Tätigkeit weiterentwickelt. So wurden unter seiner Leitung die Urogynäkologie und die Karzinomchirurgie gestärkt und die Iaparoskopische Chirurgie sowie die Mammographie eingeführt.
UW 102, 31.12.2014, S. 3.

Mittwoch, 1. Juli 2015
Neue Chefärztin am Kantonsspital Uri
Livia Küffner tritt ihre Tätigkeit als Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe am Kantonsspital Uri in Altdorf an. Der Spitalrat des Kantonsspitals Uri (KSU) hat Dr. med. Livia Küffner zur Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe gewählt. Die bisherige Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe verfügt über eine weitgefächerte Ausbildung. Ihr Schwerpunkt besteht im Bereich der operativen/onkologischen Gynäkologie, in welcher sie über eine weitgehende Expertise sowohl bei offenen wie auch bei minimalinvasiven Operationen und medikamentösen Therapien verfügt Die neue Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe legt grossen Wert auf eine familienorientierte und sichere Geburtshilfe. In ihren Sprechstunden setzt sie zudem einen Schwerpunkt im Bereich der Risikoschwangerschaften. Ihr Studium absolvierte Livia Küffner (Jahrgang 1975) an der Universität Tübingen. Ab 2005 arbeitete sie an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart, bevor sie im Jahr 2011 von der renommierten Universitätsklinik Heidelberg zur Oberärztin ernannt wurde und später als Chefärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe am Spital Lachen tätig war.
UW 43, 6.6.2015, S. 11.

Donnerstag, 29. Oktober 2015
Prof. Dr. Urs Marbet blickt in seinem Vortrag auf 25 Jahre Arbeit am Kantonsspital zurück
Urs Marbet ist Chefarzt Innere Medizin am Kantonsspital Uri (KSU) und übergibt seine Klinik nach 25 Jahren Tätigkeit in neue Hände. Auch das Kantonsspital Uri wandelte sich in den vergangenen 40 Jahren enorm. Im Mehrzweckgebäude Winkel in Altdorf hält Prof. Dr. med. Urs Marbet einen interessanten Vortrag zum Thema «25 Jahre KSU – Was wurde anders? Hat das KSU eine Zukunft?». Die vergangenen 40 Jahre waren medizinisch eine spannende Zeit. Neue Therapien und Spezialitäten schossen wie Pilze aus dem Boden. Die Lebenserwartung stieg in der Schweiz in diesem Zeitraum um zehn Jahre auf 82,7 Jahre. Weltweit stieg sie sogar um 20 Jahre. Wo vor 40 Jahren ein Patient mit einem Herzinfarkt das Bett noch sechs bis acht Wochen hüten musste und danach oft nicht mehr belastbar und arbeitsfähig war, kann heute der Infarktpatient meist nach wenigen Tagen nach Hause und bald wieder mit Bergwanderungen beginnen. Zahlreiche Organe können heute transplantiert werden und ermöglichen schwerstkranken Menschen ein neues Leben bei guter Lebensqualität. Computertomografie und Magnetresonanztechnik haben die Diagnostik und Bildgebung revolutioniert. Dank der erweiterten medizinischen Möglichkeiten und der Qualität der Weiterbildung der jungen Assistenzärzte wurde das KSU A-klassig.. Zahlreiche Spezialisten garantieren heute die Gesundheitsversorgung des Kantons auf Spitzenniveau. Gleichzeitig machte sich der Kanton Uri einen Namen bei der Bekämpfung von Darmkrebs. Dank der Urner Darmkrebs-Vorsorgekampagne wurde in der Schweiz das Darmkrebsscreening kassenpflichtig. Damit wurde ein entscheidender Schritt bei der Bekämpfung dieses häufigen Krebs getan. Heute kann auf imposante Ergebnisse einer 15-jährigen Darmkrebsvorsorge zurückgeblickt werden. Immer häufiger liest man auch heute von schier unglaublichen Entwicklungen bei der Spitzenmedizin. Vieles wird technifiziert, die Medizin ähnelt zunehmend einer hochmodernen Reparaturwerkstätte. Kein Spital kann heute seine Aufgaben im Alleingang lösen. Die Herausforderung an das ganze Team ist enorm. Eine enge Vernetzung mit einem Zentrumsspital ist Voraussetzung fürs Überleben. Nur wenige Patienten allerdings werden echte zentrumsbedürftige Spitzenleistungen benötigen. Neue Zusammenarbeitsmodelle werden entstehen und wachsen müssen. Gleichzeitig hat das kleine Spital aber auch eine Chance in dieser technisierten Welt – dass bei ihm der Patient als Mensch im Zentrum steht.
UW 83, 24.10.2015, S. 1.

Freitag, 1. Januar 2016
In Uri steigen die Prämien um 2,4 Prozent
Der Kanton Uri verzeichnet mit 2,4 Prozent eine der tiefsten Anstiege bei den Krankenkassenprämien 2016. Gesamtschweizerisch steigen die Prämien durchschnittlich um 4,0 Prozent an. Die Urner Prämien zählen nach wie vor zu den tiefsten der Schweiz. Die Durchschnittsprämie im Kanton Uri für Erwachsene ab 26 Jahren beträgt im kommenden Jahr 353.88 Franken pro Monat (Vorjahr: 345.69 Franken). Einzig in den Kantonen Nidwalden und Appenzell Innerrhoden sind die Durchschnittsprämien tiefer als in Uri.
UW 75, 26.09.2015, S. 3.

Mittwoch, 9. März 2016
Kantonsspital schreibt Gewinn
Die abgeschlossene Jahresrechnung des Kantonsspitals Uri weist positive Zahlen aus. So kann das Kantonsspital einen Gewinn von 1,43 Millionen Franken verbuchen. Und dies, obwohl ein Verlust von 450 000 Franken budgetiert war. Massgeblich zum positiven Jahresergebnis haben der Zuwachs an akut stationären Behandlungen sowie die Zunahme des Schweregrades der Fälle beigetragen. Auffallend Die Zahl der zusatzversicherten Privat- und Halbprivatpatienten hat um insgesamt 101 Personen zugenommen. Unabhängig vom bereits geplanten Neubauprojekt des Spitals stehen gemäss Spitalratspräsident Peter Vollenweider weitere Investitionen bevor, etwa in die OP-Infrastruktur sowie in die Diagnostik, die unabdingbar seien. Insgesamt schauen Spitalrat und Spitalleitung zuversichtlich in die Zukunft.
UW 19, 9.3.2016, S. 3.

Mittwoch, 27. April 2016
Die Zeit der «Götter in Weiss» ist vorbei
Wie schon 2014 nahmen die ambulanten Behandlungen im Kantonsspital weiter zu. Das Kantonsspital verzeichnete im Jahr 2015 insgesamt 20'594 Eintritte im ambulanten Bereich. Das sind 424 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2014. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb unverändert bei 5,7 Tagen. Im Jahr 2013 blieben stationäre Patientinnen und Patienten im Schnitt noch 5,9 Tage im Kantonsspital Uri. Im stationären Bereich wurden insgesamt 22'777 Pflegetage registriert, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 1560 Tagen entspricht. In der Langzeit-Pflegeabteilung ist die Anzahl Pflegetage hingegen deutlich zurückgegangen (–3442). Die durchschnittlich besetzten Personalstellen erhöhten sich von 354 auf 356,4. Per Jahresende 2015 beschäftigte das Kantonsspital Uri 581 Personen (Vorjahr: 572).
UW 33, 27.4.2016, S. 3.

Montag, 26. September 2016
Krankenkassenprämien steigen um 4,3 Prozent
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hgibt die Prämienanpassungen für das Jahr 2017 bekannt. Die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung für Erwachsene ab 26 Jahren steigen um durchschnittlich 4,5 Prozent oder 19.15 Franken pro Monat. Die Prämienerhöhung gilt für sogenannte Standardprämien – die Grundversicherung einer erwachsenen Person mit 300 Franken Franchise und Unfalldeckung. Je nach Kanton variieren die Zahlen stark. Mit 7,3 Prozent die höchste Anpassung hinnehmen müssen die Jurassier, die kleinste Erhöhung gibt es mit 3,5 Prozent im Kanton Bern. Für Versicherungsnehmer im Kanton Uri steigt die Prämie durchschnittlich von bisher 353.90 Franken auf 369.20 Franken, was einer Erhöhung von 4,3 Prozent oder 15.30 Franken entspricht. Im nationalen Vergleich zeigt sich, dass die Prämie nur noch in den Kantonen Nidwalden (361 Franken) und Appenzell Innerrhoden (348 Franken) niedriger ist. Am höchsten sind die Durchschnittsprämien für Erwachsene weiterhin in Basel und Genf mit 567 respektive 554 Franken. Doch nicht alle Versicherten bezahlen diese Beträge. Wer ein alternatives Versicherungsmodell wählt oder eine höhere Franchise bezahlt unter Umständen mehrere Hundert Franken weniger als eine Person mit der Höchstprämie. Die Krankenkassen müssen ihre Versicherten bis Ende Oktober über die Prämien für das kommende Jahr informieren. Ein Wechsel der Krankenkasse oder des Versicherungsmodells ist dann bis Ende November möglich.
UW 77, 28.9.2016, S. 12.

Montag, 31. Oktober 2016
Urner wird neuer Chefarzt im Spital
Oliver Tschalèr wird neuer Chefarzt für Chirurgie am Kantonsspital Uri. Er übernimmt die Nachfolge von Gallus Burri, der dann seine Chefarzttätigkeit nach über 25 Jahren aufgibt. Mit Dr. med. Oliver Tschalèr, Facharzt FMH für Chirurgie mit zusätzlichen Schwerpunkten in Viszeralchirurgie sowie Allgemeinchirurgie und Traumatologie, zieht es einen Urner mit seiner Familie in die Heimat zurück. Oliver Tschalèr ist in Altdorf aufgewachsen und hat nach der Matura an der Kantonalen Mittelschule Uri in Bern Medizin studiert. Die Doktorwürde erlangte er 2004 an der Universität Basel.
UW 51, 29.6.2016, S. 2.

Mittwoch, 29. März 2017
Trotz mehr Patienten resultiert beim Kantonsspital ein Verlust
Das Kantonsspital Uri (KSU) weist für das Rechnungsjahr 2016 trotz deutlich mehr Patienten einen Verlust von 735'000 Franken aus. Budgetiert wurde ein ausgeglichenes Ergebnis. Die Abnahme des Schweregrades sorgt für weniger Ertrag. Spitalrat und Spitalleitung schauen trotz der Budgetabweichung von 1,1 Prozent und trotz der vorgesehenen Tarifstrkturen weiterhin mit Zuversicht in die Zukunft.
UW 25, 29.3.2017, S. 1, 2.

Sonntag, 24. September 2017
Ein klares Bekenntnis zum Kantonsspital Uri
Auf kantonaler Ebene muss das Urner Stimmvolk über zwei Vorlagen zum Kantonsspital Uri befinden. Sowohl die Totalrevision des Gesetzes über das Kantonsspital als auch der Kredit in Höhe von 115 Millionen Franken (+/– 15 Prozent) für den Um- und Neubau des Kantonsspitals sind im Vorfeld unbestritten. Der Landrat hat die beiden Geschäfte in diesem Frühjahr mit 60 zu 1 Stimme bei 1 Enthaltung beziehungsweise mit 57 zu 3 Stimmen klar gutgeheissen. Zudem empfahlen alle Parteien, bei beiden Geschäften ein Ja in die Urne zu legen. Die Ja-Anteile von 87,2 Prozent zur Totalrevision des Gesetzes über das Kantonsspital und von 85,5 Prozent zum Kredit für den Um- und Neubau des Kantonsspitals kommen daher wenig überraschend. Beide Vorlagen werden in allen Urner Gemeinden mit grosser Mehrheit angenommen.
UW 77, 27.9.2017, S. 5.

Dienstag, 24. Oktober 2017
Informationsveranstaltung zu Palliative Care in Uri
Die kantonale Arbeitsgruppe Palliative Care Uri hat das Ziel, mit verschiedenen Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen, Palliative Care im Kanton Uri besser bekannt zu machen. Zudem setzt sich die Arbeitsgruppe für eine gute Vernetzung der Urner Organisationen ein, die Menschen in der letzten Phase ihres Lebens und ihre Angehörigen begleiten. Sie setzt sich dafür ein, dass im Kanton Uri Menschen in der letzten Lebensphase fachgerecht behandelt und betreut werden. Die Arbeitsgruppe wird durch folgende Organisationen gebildet: Ärztegesellschaft Uri, Kantonsspital Uri, Pflegeheime Uri, Spitex Uri, Sterbebegleitung Uri, Seelsorge, Stiftung Behindertenbetriebe Uri und Amt für Gesundheit Uri. Die Arbeitsgruppe Palliative Care Uri lädt die Bevölkerung zur Informationsveranstaltung ein.
UW 79, 4.1.2017, S. 2.

Abstimmungen zum Gesundheitswesen

Datum Titel E/K UR CH
20.05.1900 Bundesgesetz betreffend die Kranken- und Unfallversicherung E Nein Nein
25.10.1903 Kleinhandel mit geistigen Getränken (Alkoholartikel) E Nein Nein
04.02.1912 Bundesgesetz betreffend die Kranken- und Unfallversicherung E Ja Ja
04.05.1913 Bekämpfung menschlicher und tierischer Krankheiten E Ja Ja
06.12.1931 Bundesgesetz über die Besteuerung des Tabaks E Nein Nein
22.05.1949 Ergänzung des Gesetzes über Massnahmen gegen die Tuberkulose E Nein Nein
05.10.1952 Fiskalische Belastung des Tabaks E Ja Ja
16.10.1966 Bekämpfung des Alkoholismus E Nein Nein
07.05.1967 Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversicherung K Ja -
19.05.1968 Tabakbesteuerung E Nein Nein
23.03.1969 Abänderung von Art. 12 EG zum Kranken- und Unfallversicherungsgesetz (KUVG) K Ja -
27.09.1970 Gesetz über das Gesundheitswesen K Ja -
08.12.1974 Soziale Krankenversicherung E Nein Nein
08.12.1974 Gegenvorschlag: Soziale Krankenversicherung E Nein Nein
03.12.1978 Spitalgesetz K Ja -
18.02.1979 Suchtmittelreklame E Nein Nein
06.12.1987 Kranken- und Mutterschaftsversicherung E Nein Nein
16.02.1992 Für eine finanziell tragbare Krankenversicherung (Krankenkasseninitiative) E Ja Nein
26.09.1993 Befristete Massnahmen gegen die Kostensteigerung in der Krankenversicherung E Ja Ja
28.11.1993 Zur Verminderung der Tabakprobleme E Nein Nein
28.11.1993 Änderung des Gesetzes über das Kantonsspital K Ja -
28.11.1993 Zur Verminderung der Alkoholprobleme E Nein Nein
25.09.1994 Änderung des Gesetzes über das Gesundheitswesen K Ja -
04.12.1994 Für eine gesunde Krankenversicherung E Nein Nein
04.12.1994 Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) E Ja Ja
10.03.1996 Aufhebung des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversicherung K Ja -
28.09.1997 Jugend ohne Drogen E Nein Nein
29.11.1998 Für eine vernünftige Drogenpolitik E Nein  
07.02.1999 Verfassungsbestimmung über die Transplantationsmedizin E Ja Ja
13.06.1999 Ärztliche Verschreibung von Heroin E Ja Ja
12.03.2000 Gesetz über das Kantonsspital Uri (KSG) K Ja -
21.05.2000 Änderung der Kantonsverfassung (Wahl des Spitalrates) K Ja -
26.11.2000 Für tiefere Spitalkosten E Nein Nein
04.03.2001 Für tiefere Arzneimittelpreise E Nein Nein
09.02.2003 Bundesgesetz über die Anpassung der kantonalen Beiträge für die innerkantonalen stationären Behandlungen E Ja Ja
18.05.2003 Volksinitiative "Gesundheit muss bezahlbar bleiben (Gesundheitsinitiative)" E Nein Nein
11.03.2007 Volksinitiative "Für eine soziale Einheitskrankenkasse" E Nein Nein
01.06.2008 Gesundheitsgesetz K Ja -
01.06.2008 Verfassungsartikel "Für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Krankenversicherung" (Gegenentwurf zu der zurückgezogenen Volksinitiative "Für tiefere Krankenkassenprämien in der Grundversicherung") E Nein Nein
30.11.2008 Änderung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz) E Ja Ja
17.05.2009 Gegenentwurf zur zurückgezogenen Volksinitiative "Ja zur Komplementärmedizin" E Ja Ja
17.05.2009 Änderung des Gesundheitsgesetzes K Nein -
26.09.2010 Gesetz über die Langzeitpflege K Ja -
17.06.2012 Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) (Managed Care) E Nein Nein
23.09.2012 Volksinitiative "Schutz vor Passivrauchen" E Nein Nein
22.09.2013 Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (Epidemiengesetz, EpG) E Nein Ja
18.05.2014 Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung E Ja Ja

 

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 16.4.2015